Initiative der Thaibulls Heilbronn

Das bedeutet die schwarze Hand

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Die Thaibulls haben gleich ganz viele "Helfende Hände" an ihre Scheibe geklebt.

Die Thaibulls Heilbronn möchten Menschen in Not helfen. Dafür brauchen sie aber Unterstützung.

Sich sicher fühlen, egal wo man gerade ist - das will  jeder. Viele Menschen, vor allem Frauen, trauen sich oft nicht allein durch Straßen zu laufen. Besonders nachts. Es könnte ja etwas passieren. Und dann? Wer hilft einem? Wer kann Schutz bieten? Darüber haben sich auch die Heilbronner Thaibulls Gedanken gemacht. Und sind auf die "Helfende Hand" gekommen.

Der Kampfsport-Klub stellt sein Gym als Anlaufstelle zur Verfügung. Boxtrainer Gero Meier erzählt: "Viele Familien kommen auch mit ihren Kindern zu uns. Sie wollen lernen, sich selbst zu verteidigen. Man spürt die Angst der Menschen förmlich."

Deshalb sollen Menschen, die belästigt, bedrängt oder unsittlich berührt werden, während der Trainingszeiten der Thaibulls Schutz finden können. Die Gemeinschaft hält so lange ihre schützende Hand über die in Not Geratenen, bis die Gefahr gebannt ist. Meier: "Aus welchem Grund und von wem einer belästigt wird, spielt überhaupt keine Rolle! Es ist einfach wichtig, Zivilcourage zu zeigen und Augen und Ohren offen zu halten."

Würden sie die "Helfende Hand" in Anspruch nehmen?

Die Thaibulls haben sich zur Hilfe entschlossen. Und jetzt hoffen sie darauf, dass viele andere Studios, Sportklubs, Kneipen, Bars und Einzelhandelsketten diese Aktion nachahmen und mitmachen.
Viele Unternehmen haben sie schon angeschrieben. Gero Meier: "Die Reaktionen sind wahnsinnig toll! Der Foodcourt und das Barococo in Heilbronn sowie Andy's Garage in Bad Rappenau machen zum Beispiel schon mit."

Und das ist ganz leicht: Einfach das Symbol der "Helfenden Hand"  für die Schutzsuchenden gut sichtbar an Schaufenstern oder Türen anbringen. Meier: "Die Symbole kann man über ws-werbestar.de anfordern, also einfach nachfragen. Oder einfach die 'Helfende Hand' kopieren und selbst ausdrucken."

Die Kampfsportler machen's vor, die Firma HP Gerüstbau macht's nach. So soll es sein! Das Unternehmen ist somit das erste mit mobilen Anlaufstellen. Die roten Fahrzeuge sind gut erkennbar. Die Mitarbeiter haben sich bereit erklärt, Menschen in einer Notsituation beizustehen.

Aber nicht nur Firmen können unterstützen, sondern auch als Privatperson kann man sich einfach die "Helfende Hand "beispielsweise ins Auto hängen. Boxtrainer Meier sagt: "Ich selbst werde am Montag ein T-Shirt tragen mit dem Symbol. Wenn mich dann Menschen sehen, die Hilfe suchen, können sie einfach zu mir kommen. Dann sind wir immerhin schon zu zweit."

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Melanie Schmidt

Melanie Schmidt

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