Nach der Flutkatastrophe möchten viele Bürger helfen

Hilfe nach der Flut: Jetzt ist jeder gefragt

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Nach der Flut sind nun die Aufräumarbeiten in vollem Gange.

Die Behörden in Hohenlohe arbeiten mit Hochdruck daran, die Fluthilfe zur organisieren.

Die Bilder sind schockierend: Wasser und Schlamm wälzen sich durch Straßen, wo sonst Kinder spielen oder Leute gemütlich bummeln. Autos werden durch die Landschaft gespült als seien Sie federleicht. Nach den sintflutartigen Regenfällen vom Sonntag herrscht Ausnahmezustand. Besonders schlimm hat es Künzelsau und Braunsbach erwischt. Doch langsam weicht die Weltuntergangsstimmung einer neuen Zuversicht. Denn all jene, die Hab und Gut an die Wassermassen verloren haben, sind nicht allein. Viele Bürger wollen helfen. Nach der Schlammlawine kommt eine Flut der Anteilnahme.

"Wie haben eine gute Bekannte in Braunsbach, die in der Nacht auf Montag evakuiert wurde", erzählt Sabrina Zöllner. "Sie hat uns erzählt, wie den Braunsbachern regelrecht das Haus unter ihrem Hintern weggerissen wurde. Da haben mein Mann Timo und ich uns gesagt: Da müssen wir helfen." Als Öhringer blieb das Ehepaar von den schlimmen Auswirkungen des Unwetters verschont.

So viel Regen: Die echo24.de-Region steht unter Wasser

Auf Facebook posteten die beiden ihre Solidarität: "Da wir leider nicht vor Ort helfen können, spenden wir 300 Euro von unserem Ersparten, an die Bewohner von Hohenlohe!" Und sofort wurde der Beitrag hunderte Male geteilt, bekam jede Menge "Likes" und erntete Kommentare wie "Hut ab" und "auch wir werden spenden".

Doch nur: Wohin? Auf Nachfrage von echo24.de erklärte das Landratsamt Hohenlohe, man werde sich schnellstmöglich um die Einrichtung eines Spendenkontos kümmern. Und Bundestagsmitglied Christian Freiherr von Stetten, Abgeordneter des Wahlkreises Schwäbisch Hall-Hohenlohe, sagte gegenüber echo24.de, dass parallel zu den Aufräumarbeiten sofort Lösungen für alle hilfsbereiten Bürger in die Wege geleitet werden. Sobald ein offizielles Spendenkonto eingerichtet ist, vermelden wir es hier auf echo24.de

Werdet ihr auch für die Flutopfer spenden?

Sabrina Zöllner freut sich über so viel positive Rückmeldung: "Da sieht man, dass soziale Netzwerke auch zu mehr gut sind, als nur Blödsinn, nichtssagende Bilder oder gar Beleidigungen zu verbreiten." Viel wichtiger als die Lippenbekenntnisse ist nun aber die tatkräftige finanzielle Unterstützung der Helfer und der Leidtragenden. Schließlich hätte es auch uns treffen können...

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Daniel Hagmann

Daniel Hagmann

Als Reporter in der Region unterwegs. Hauptinteressen: Kunst, Kultur und Kokolores im echo24-Land. Kolumne: "Nachgehagt".

E-Mail:daniel.hagmann@echo24.de

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