Gelungener Festival-Auftakt mit Fools Garden

Blacksheep-Festival: Schwarze Schafe und Zitronenbäume

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Fools Garden mit ihrem Hit "Lemon Tree" waren der Hauptact am Donnerstag.            

Musikalische Perlen und Drolliges fürs  Auge - es gibt eine ganze Menge zu entdecken.

Und jetzt alle zusammen: "I wonder how, I wonder why, yesterday you told me 'bout the blue blue sky, and all that I can see is just a yellow lemon tree." 20 Jahre hat der Hit "Lemon Tree" von Fools Garden aus Pforzheim schon auf dem Buckel – aber DIESEN Ohrwurm vergisst keiner, der ihn je gehört hat. Der Beweis: Die 750 Zuschauer im Schlosshof in Bad-Rappenau-Bonfeld am regenfreien (!) Donnerstagabend. Beim Auftakt des dreitägigen Festivals ist der Gute-Laune-Song der Stimmungshöhepunkt.

Aber das mittlerweile dritte Blacksheep hat weit mehr zu bieten als altbekannte Radiohits. Während der drei Festivaltage sind allerlei Künstler wie Stelzenläufer mit Fackeln und Feuerkünstler auf dem Festivalgelände unterwegs. Und die Bandauswahl ist bunt gemischt. Unter den 18 Acts sind junge Talente aus der Region ebenso zu finden wie internationale Geheimtipps und weltbekannte Schwergewichte wie Manfred Mann's Earth Band am Festival-Freitag und Uriah Heep am Samstag.

"Man entdeckt hier immer wieder großartige Bands, von denen man vorher noch nie was gehört hat", sagt Elke Mally aus Heilbronn. Da wird das Fest der schwarzen Schafe zum musikalischen Perlentauch-Becken. Beate Fischer aus Güglingen gefällt die tolle Atmosphäre rund ums Schloss: "Auch an den ausverkauften Tagen ist das Blacksheep nicht überfüllt. Dazu ist es familiär und gemütlich."

Blacksheep: Farbenfroh wie ein Zitronenbaum

Ulrike Plapp-Schirmer vom Organisationsteam, der Blacksheep Kulturinitiative, rechnet an den drei Tagen insgesamt mit gut 7.000 Zuschauern: "In dieser Form findet unser Festival zum dritten Mal statt. Und es werden jedes Jahr mehr Besucher." Schließlich spricht sich herum, dass das Blacksheep was Besonderes ist. Viele Bands kommen aus dem Folk-Sektor, aber auch Rockiges hat seine Plattform. Es ist zwar nicht unbedingt Mainstream, was da zu hören ist, aber trotzdem eingängig. Und vor allem: authentisch. Frank Kahmeyer kommt jedes Jahr aus Bad Oeynhausen in den Rappenauer Stadtteil. "Wer einmal da war, kommt immer wieder", erklärt er. "Die Atmosphäre hier ist einmalig."

Was haltet ihr von der musikalischen Ausrichtung des Blacksheep-Festivals?

Und auch Monika Wippich ist begeistert: "Die Organisation ist top. Da stimmt einfach alles." Toll sind die liebevollen Details in der Dekoration. Immer wieder ist das Vereinslogo-Schaf auf Blumentöpfen abgebildet. Und die Esstische zieren kleine Steine mit munteren Begriffen wie "Harmony" und "Flair". Alles ganz unaufdringlich und nicht sofort zu sehen. Einmal entdeckt, erhellen die kleinen Deko-Schmankerl aber sofort das Gemüt. Genauso wie ein farbenfroher Zitronenbaum in der Sonne.

Aktuelle Infos:

Der heutige Festival-Freitag mit der Manfred Mann's Earth Band und Jethro Tull's Ian Anderson ist restlos ausverkauft. Für den Festivalabschluss am Samstag mit Uriah Heep und Bell Book & Candle gibt es noch Karten an der Abendkasse.

Wegen der Witterung mussten die aus den Vorjahren bekannten Parkplätze von den Wiesen nahe des Festivalgeländes auf den Autohof ins Gewerbegebiet Buchäcker verlegt werden. Auf dem dortigen Lkw-Parkplatz sind eigens für das Blacksheep-Festival Stellplätze abgesperrt. Der Fußweg ist ausgeschildert. In 15 Minuten ist man zu Fuß auf dem Festival-Gelände. 

Weitere Infos auf der Festivalhomepage.

Daniel Hagmann

Daniel Hagmann

Als Reporter in der Region unterwegs. Hauptinteressen: Kunst, Kultur und Kokolores im echo24-Land. Kolumne: "Nachgehagt".

E-Mail:daniel.hagmann@echo24.de

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