So live sehen wir die EM-Spiele

Satelliten-TV schießt schneller Tore

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Je nach Fernsehsignal schauen Fußballfans in die Röhre.

Alle Jahre wieder kocht eine Wutwelle durch Deutschland. Auch bei der Fußball-EM wird wieder deutlich, dass Live-Sendungen nicht für alle Zuschauer das Gleiche bedeuten.

Zahlreiche Fußballfans kennen es nur allzu gut: Während auf dem Bildschirm noch die Mauer gestellt wird für den Freistoß, dringt über den Hof auf der Nachbarwohnung bereits der Torjubel. Ein Phänomen, denn eigentlich schauen doch alle ein Spiel.

Die Erklärung ist einfach: Schuld am Ärger zahlreicher Zuschauer ist das TV-Signal! Bis zu 56 Sekunden beträgt die Verzögerung je nach Art der Übertragung, wie das Fachmagazin „c’t“ feststellte.

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Am schlechtesten kommen dabei die Fußballfans weg, die über einen Internet-Stream schauen. Hier gibt’s die längste Verzögerung. Wirklich live dabei ist man nur über Satellit SD und DVB-T 2 HD. Das weit verbreitete DVT-B ist zwei Sekunden verzögert, während man mit Kabel-Anschluss sechs bis acht Sekunden nach den Zuschauern im Stadion und den Nachbarn jubelt.

Und was kann man nun tun, wenn man das Halbfinale am Donnerstag in aller Ruhe schauen will? Da bleibt wohl nur ein Platz im Keller. Oder aber der Gang zum Public Viewing. Da ist zeitgleiches Jubeln garantiert. Und in der Gruppe macht die anschließende Siegesfeier sowieso mehr Spaß.

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Carolin Reisenauer

Carolin Reisenauer

Beackert in den frühen Morgenstunden alle wichtigen Themen. Sie hat den regionalen Sport immer im Visier. Kolumne: "Frühaufsteher".

E-Mail:carolin.reisenauer@echo24.de

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