Wassermassen fordern vier Todesopfer

Rettungsversuch: Feuerwehrmann stirbt als Held

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Zwei Menschen sterben in einer Unterführung, die mit Wasser vollgelaufen war.

Während der Rettungsarbeiten in Schwäbisch Gmünd eilt ein Feuerwehrmann einem 21 Jährigen zur Hilfe und stirbt.

Die schweren Unwetter haben auch Schwäbisch Gmünd hart getroffen. Die Feuerwehr ist unermüdlich im Einsatz, von Anfang an. Tragisch ist, dass ein 38-jähriger Feuerwehrmann vom Einsatz nicht zurückkommt.

Als eine Bahnunterführung mit Wasser voll läuft, eilt der 38-Jährige selbstlos einem 21-jährigen Mann zur Hilfe und ertrinkt dabei.

"Trotz Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen wurde unser Kamerad von einer unsichtbaren Unterströmung erfasst und in einen offenen Kanal gezogen. Auch für die vermisste Person kam leider jede Hilfe zu spät", heißt es in einer Feuerwehrmeldung aus Schwäbisch Gmünd von Feuerwehrkommandant Ralf Schamberger.

Schamberger betont, dass die eingesetzten Kräfte umsichtig gehandelt hätten und sie keinerlei Schuld an diesem tragischen Geschehen treffe.

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Wieso der 21-Jährige in der Unterführung war, ist nicht geklärt. Die Bild-Zeitung spricht von leichtsinnigem Schwimmen. Willi Dongus, Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg sagte echo24.de: "Ob der Mann wirklich schwimmen wollte, wissen wir nicht." Es stimme aber, dass viele die Wassermassen unterschätzten.
"Vor Feuer hat der Mensch eine natürliche Angst und nimmt Abstand, bei Wasser gilt das nicht und viele unterschätzen  deshalb die enormen Kräfte die da zustande kommen." Er fügt ganz deutlich hinzu: "Aus diesem Wasser muss man draußen bleiben!"

Und auch bei Hochwasser im Haus sollte man nicht zögern. "Sofort weg!", sagt Dogus "Niemand hält diesem Wasser stand. Da hilft es ganz sicher nicht, die Tür zu verschließen. Am besten man geht ins höchste Stockwerk."

Ganz gleich wie es zu dem furchtbaren Vorfall kam, der Feuerwehrmann stirbt als Held, er kannte die Gefahren des Hochwassers und zögerte trotzdem nicht zu helfen. Er hinterlässt drei Kinder.

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Anna-Maureen Bremer

Anna-Maureen Bremer

Mittendrin statt nur dabei: Soziales, Partys und eure Themen immer im Blick! Kolumne: "Natürlich blond".

E-Mail:anna-maureen.bremer@echo24.de

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