Kindersegen bei den Erdmännchen

Niedliche Erdmännchen-Babys in der Wilhelma

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Die beiden Jungtiere sind jetzt auf der Savannenanlage zu sehen - meist sind sie unzertrennlich.

Neugieriger Erdmännchen-Nachwuchs erkundigt die Savannenanlage

Seit Jahresbeginn wuseln ständig kleine, süße Erdmännchen-Babys in der Wilhelma durch die Gegend. Regelmäßig bekommen die Tiere Nachwuchs. Mit dem dritten Wurf dieses Jahr kann man jetzt Jungtiere in allen Größen bestaunen: ein halbes Jahr, ein Vierteljahr und knapp einen Monat sind die kleinen großen Stars unter den Zootieren alt.

Zuvor hatte das mit der Familienplanung nicht ganz klappen wollen, deshalb hatte der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart 2015 die Zuchtgruppe im Tiertausch mit andern Zoos neu zusammen gestellt.

"Die neue Familie mit den Weibchen aus dem Tierpark Wittenberg und dem Männchen aus dem Zoo Köln harmoniert sehr gut. Auch die Aufzucht der Jungtiere funktioniert in der Gruppe vorbildlich" erklärt Kuratorin Ulrike Rademacher.

Erdmännchen Nachwuchs wuselt in Savannenanlage

Die Jüngsten sind Ende Juni, wie es sich für diese Tiere gehört, in der Unterwelt geboren worden. Drei Wochen bleiben die nackten und blinden Welpen in der warmen, sicheren Höhle, die die Scharrtiere in den Boden gegraben haben.

Erst nach diesen drei Wochen, dürfen die kleinen Knirpse gelegentlich frische Luft schnuppern. Seit ein paar Tagen sind sie jetzt aber schon auf der 120 Quadratmeter großen Anlage unterwegs. Sie buddeln schon, fast wie die Großen, nach Herzenslust im Sand.

Wie weit geht Ihre Tierliebe?

Der etwas ältere Wurf klettert sogar schon auf hohen Steinen oder Ästen, dann stellen sie sich auf die Hinterbeine, recken die Nase in die Luft und erkunden die Umgebung. Sie schieben schon Wache und beobachten, ob sich Unheil von oben naht. Greifvögel und Krähen sind die Feinde.

Affengeiler Nachwuchs in der Wilhelma

Hin und wieder muss auch die Mutter Ausguck-Dienst schieben. Eine ziemliche Ablenkung können dann die Säuglinge, die bei ihr trinken wollen und an ihren Zitzen zerren, sein. Gegen diese Doppelbelastung hilft bei den Erdmännchen, die in der Wildnis soziale Verbände mit 20 bis 30 Mitgliedern bilden, die Unterstützung durch andere Weibchen als Ammen.

Das erhöht die Überlebenschance der Jungtiere und hilft, den Fortbestand der Gruppe zu sichern. Nachwuchs bekommt aber immer nur das dominante Weibchen mit dem ranghöchsten Männchen. Durch Botenstoffe verhindert das Paar die Zeugungsfähigkeit der übrigen Clan-Mitglieder, solange es selbst zeugungsfähig ist.

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Melanie Schmidt

Melanie Schmidt

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