Wilhelma in Stuttgart

Reaktion auf Kritik-Video: Eisbären ein Auslaufmodell?

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Die Eisbärdame Corinna badet.

"Tierquälerei" war der Vorwurf an die Wilhelma nach einem auf Facebook veröffentlichten Video.

Mehr als 2,5 Millionen Mal ist das Video der Eisbärin Corinna nun geklickt worden. Während viele erboste Internetnutzer von "Tierquälerei" und Tierexperten immerhin noch von "Verhaltensstörungen" sprachen, wies die Wilhelma in Stuttgart die Vorwürfe zurück. Doch jetzt scheint es ein indirektes Eingeständnis zu geben.

Es gäbe "Baustellen", erklärte Zoodirektor Thomas Kölpin den "Stuttgarter Nachrichten". "Wir diskutieren, ob und wie es mit der Eisbären-Haltung weitergeht, wenn Corinna einmal stirbt."

Damit machte Kölpin auch klar: So ganz kann sich der Zoo nicht frei machen von den Vorwürfen. Auch wenn eine Hau-Ruck-Aktion offenbar nicht von Nöten ist. 

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Vor allem die Größe des Geheges und das apathische Hin- und Her-Wandern Corinnas hatte im Internet zu Protesten geführt. Doch die Anlage, das bestätigte Kölpin der Zeitung, ist rund doppelt so groß, wie es die Mindestanforderungen verlangen.

Ein Umbau sei zudem schwer umsetzbar, brauche "Zeit und Geld". Beides sei für andere Neuerungen bereits verplant.

Das wirft die Frage auf, wie es mit Corinna nun weitergehen soll. Ändern wird sich für die alte Eisbärin wohl nichts mehr. Da die Tiere etwa 30 Jahre alt werden, befindet sich Corinna bereits in ihrem Lebensabend.

Mit ihr könnten die Eisbären generell für den Zoo gestorben sein. Stattdessen eventuell eine andere Tierart in die Wilhelma einziehen. "Die Entscheidung gibt es dazu noch nicht."

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Julia Fischer

Julia Fischer

Lifestyle, Essen und Trinken sind ihre Themen. Auch als Szene-Reporterin und bei lokalen Events mittendrin. Kolumne: "Angerichtet".

E-Mail:julia.fischer@echo24.de

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