Die PARTEI ist mal so gar nicht wie die klassischen anderen Parteien...

"Die Partei" macht ganz andere Politik

Ja, auch so sehen manche Politiker aus! Niclas Keicher (links) und Joel Wertli bei einer Diskussionsrunde der etwas anderen Art.Foto: privat

Auch Die PARTEI tritt zu den Landtagswahlen an – und hat einige kuriose Ideen parat.

Politik-Verdrossenheit. Ein neumodisches Wort, das hierzulande aber jeder Mensch kennt. Die alten Parteien sagen einem nicht mehr zu, Politiker wirken auf viele all zu dröge. Ihre Reden: Für viele fast zum Einschlafen. Nur bei einer Partei ist das in keinem Fall so. Und die nennt sich dafür ganz klassisch: Die PARTEI.

Auch sie tritt Mitte März zur Landtagswahl in Baden-Württemberg an. Der Vertreter der Satire-Partei in Heilbronn ist Niclas Keicher. Der Landschaftsgärtner-Azubi verrät die Pläne seiner Partei. Jetzt heißt es aufpassen und genau hinhören. Kleine Kostprobe? „Um eine angemessene Metropole zu bleiben, wollen wir Heilbronn in Dieter-Schwarz-Stadt umbenennen.“ Oder das hier: „Wir wollen das Wollhaus zum Unesco-Weltkulturerbe benennen.“

So, einmal kräftig durchatmen! Denn: Für das Land haben Keicher und Co. noch ein paar mehr Ideen. Baden und Württemberg sollen beispielsweise wieder getrennt werden, mit einer „touristisch ansprechenden, baulichen Trennung“. Und die Landeshauptstadt? Stuttgart soll in einen Stausee verwandelt werden - „zur umweltfreundlichen Energiegewinnung“. Projektname: „Stausee21“. Jeder muss bei solchen Forderungen zumindest ein wenig schmunzeln.

Gegründet wurde Die PARTEI von Ex-Titanic-Chefredakteur Martin Sonneborn. Der sitzt mittlerweile sogar im Europaparlament. Die Satire-Partei ist also weit gekommen. Aber wie bewertet Keicher dessen Arbeit? „Sehr gut! Er zeigt uns recht anschaulich, wie sinnvoll man Steuergelder einsetzen kann. Aber die Arbeit für einen seriösen Politiker in einem Spaßparlament gestaltet sich natürlich schwierig.“ Die PARTEI als seriöse Politiker? Soso. Naja, man muss ja nun wirklich nicht alles im Leben hundertprozentig ernst nehmen.

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