Gebürtiger Künzelsauer wird sogar ISS-Kommandant

Bis zum Horizont und weiter

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Alexander Gerst fliegt zum zweiten Mal ins All.

Der gebürtige Künzelsauer fliegt zum zweiten Mal in den Weltraum, aber diesmal kommt es noch besser...

Jetzt wird er wirklich zum ALLexander! Es ist eine Sensation: Der gebürtige Künzelsauer Alexander Gerst fliegt 2018 zum zweiten Mal ins All. Das verkündete Professor Johann Wörner, Direktor der Europäischen Weltraumagentur Esa, bei einem Besuch von Kanzlerin Angela Merkel im Esa-Astronautenzentrum in Köln.

Aber es kommt noch besser: Während seiner sechsmonatigen Mission soll der 40-jährige Gerst sogar Kommandant auf der Internationalen Raumstation ISS werden. Damit wäre er der erste Deutsche, dem diese Ehre zuteil wird. In seiner Heimatstadt ist die Begeisterung über den geplanten zweiten Flug groß. "Wir freuen uns mit ihm", sagt Bürgermeister Stefan Neumann. Künzelsau werde die Mission seines Ehrenbürgers sehr aufmerksam verfolgen.

Wohl kaum einer seiner Vorgänger ließ die Menschen so an seinen Erlebnissen teilhaben wie "Astro-Alex" im Jahr 2014. Fast täglich verbreitete Deutschlands Mann im All seine Eindrücke per Twitter: Fotos von Städten und dem Leben auf der ISS oder einfach ein paar Gedanken - etwa: "Wir Menschen sind Entdecker. Wann werden wir uns wieder trauen, über den Horizont hinaus zu segeln?"  Für Merkel ist Gerst daher ein "Botschafter aus dem All".

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Dennoch: Ein Deutscher als Kommandant des Außenpostens der Menschheit - könnte das problematisch sein? Gersts Antwort fällt pragmatisch aus: "Es gibt nur wenige Situationen, in denen man strikte Anweisungen geben muss. Wir sind Freunde an Bord und kennen uns seit Jahren." Schnelle Entscheidungen seien vom Kommandanten hauptsächlich in einem Notfall gefragt, wenn zum Beispiel ein Feuer ausbricht. 

Wie lange überhaupt noch Astronauten zur ISS fliegen werden, ist derzeit unklar. Es muss sich noch zeigen, ob die Station über 2024 hinweg weiterbetrieben wird. Sollte das nicht der Fall sein, sind andere Szenarien im Gespräch: ein Dorf auf dem Mond - oder gar eine Mission zum Mars. Egal um was es letztlich geht, Alexander Gerst hat bereits mehrfach versichert, dass er liebend gern dabei sein würde.

echo24.de Redaktion

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