Bei den Spendenaufrufen gibt es ganz unterschiedliche Projekte

Würden Sie DAS unterstützen?

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Beim Crowdfunding geht es mehrere helfende Hände.

Beim Crowdfunding darf jeder um Geld bitten. Für Not-Operationen, Firmenstarts und Flitterwochen...

Während jemand um Hilfe für seinen kranken Sohn kämpft, weil die nötigen OPs zu teuer sind, setzten sich andere für ihre Studienreise, das Startkapital der eigenen Firma oder die perfekten Flitterwochen ein. So hat eben jeder sein persönliches Anliegen, welches nur mit ausreichend Kleingeld zu verwirklichen ist.

Und beim sogenannten Crowfunding, darf auch jeder auf entsprechenden Onlineplattformen dazu aufrufen, ihn mit Spenden zu unterstützen. Bei einigen Internetseiten muss die Summe, die erzielt werden soll, definiert werden. Wird sie nicht erreicht, bekommen die Investoren ihr Geld zurück.

Würdet ihr auch bei einer Crowdfunding-Kampagne mitmachen?

Bei einer der bekanntesten Seiten „gofundme“ ist das nicht so: Hier gibt es für die Spendenkampagnen keinen zeitlichen Rahmen und es ist egal, welcher Betrag gespendet wird. Auch kleine Summen kommen an.

Jack Curro, Heilbronn: Wenn es dabei um ein Leben geht, würde ich helfen. Vielleicht würde ich auch gleich etwas finden, was mich anspricht. Aber mir wäre ein Nachweis sehr wichtig, dass mein Geld auch dort ankommt, wo es angegeben wird. Ich kann mir leider gut vorstellen, dass auch Betrüger versuchen über solche Plattformen an Geld zu kommen.

Maria Akimov, Bad Friedrichshall: Ich würde am ehesten für ärztliche Versorgung von Tieren spenden. Da ich selbst einen Hund habe, weiß ich, wie teuer das werden kann. Firmengründungen würde ich eher nicht unterstützen, dafür kann man auch auf anderem Weg ausreichend Sponsoren finden. Für mich selbst würde ich eher nicht versuchen, auf diese Art etwas zu finanzieren.

Giorgio Longo, Heilbronn: Ich würde andere dazu aufrufen, meine Firma unterstützen. Ich bin seit 25 Jahren selbstständig und da meine Produkte die Umwelt schonen, jedem Geld sparen und den Alltag viel einfacher machen, kann ich mir gut vorstellen, dass einige den Mehrwert erkennen und für mich spenden würden. Ob ich auch spenden würde, weiß ich nicht.

Jannik van Hagen, Heilbronn: Ja, würde ich schon machen, aber es kommt natürlich auf die Idee an. Etwas Nachhaltiges würde ich unterstützen, aber sicherlich nicht die Flitterwochen anderer Menschen. Da würde ich mich doch schämen, danach überhaupt zu fragen. Es ist echt traurig, dass so eine schöne Idee von manchen dann ins Lächerliche gezogen wird.

Giorgio Curro, Heilbronn: Ich habe schon davon gehört, auch über Facebook. Ob ich helfen würde, kommt ganz darauf an, wofür nach Geld gefragt wird. Lebenswichtige Operationen würde ich vermutlich unterstützen. Wenn aber einer schreibt, dass er gerne ein neues Auto möchte, dann soll er eben Bus fahren, oder hart genug dafür arbeiten.

Karolina Ritter, Heilbronn-Böckingen: Die Idee an sich finde ich ein bisschen verrückt. Meiner Familie und Freunden würde ich natürlich helfen – auch über solche Wege. Wenn ich jemandem aus einer Not helfen soll, möchte ich gerne vorher wissen, ob die Person selbst verschuldet hat, dass sie jetzt Hilfe braucht. Das könnte meine Entscheidung dann beeinflussen.

Anna-Maureen Bremer

Anna-Maureen Bremer

Mittendrin statt nur dabei: Soziales, Partys und eure Themen immer im Blick! Kolumne: "Natürlich blond".

E-Mail:anna-maureen.bremer@echo24.de

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