Der "König des schwäbischen Kabaretts" auf "Jubeltour"

Spaß-Feuerwerk mit Christoph Sonntag in Ilsfeld

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Christoph Sonntag nimmt das Schwabentum gekonnt aufs Korn.

Weltgeschehen, Lokalpolitik, Sprach-Eigenheiten – alles bekommt sein Fett weg.

Wenn das auf der Welt so weitergeht, dann kommen wir doch alle noch in Erwin Teufels Küche: Die SPD hat bald weniger Prozent im Land als ein leckerer Trollinger, Verpackungen mit grünem Punkt kommen in den gelben Sack und Lottospielen ist mittlerweile eine aussichtsreichere Altersvorsorge als die vermeintlich sichere Rente. Da läuft einem doch vor Zorn "der Rotz die Backe nuff".

Bilder-Show: "100 Jahre Christoph Sonntag"

Mit seinem Best-of-Programm "100 Jahre Christoph Sonntag" machte Baden-Württembergs bekanntester Kabarettist am Donnerstagabend in der nahezu vollbesetzten Tiefenbachhalle in Ilsfeld-Auenstein Station. Passend zum Titel dieser "Jubeltour" zeigte der Bad Cannstatter in 100 Minuten, warum ihn der SWR als den "König des schwäbischen Kabaretts" bezeichnet.

Die Lokalpolitik nahm Christoph Sonntag genauso aufs Korn wie globales Geschehen, sinnlose Wortkonstruktionen und die schwäbischen Eigenheiten an sich. Denn: "Der Schwabe freut sich drei Mal übers Geld: Wenn er es verdient, wenn er überlegt, was er damit alles anstellen kann – und wenn es sich genau das nicht kauft und  froh ist, was er so gespart hat." Schallendes Gelächter im Publikum. Sicher hat sich so mancher in den spitzfindigen Erörterungen über das Schwabentum selbst erkannt.

Bringt euch Christoph Sonntag zum Lachen?

Natürlich trägt Sonntag sein Programm komplett im Dialekt vor. Ein Stück weit nimmt er sich dadurch selbst auf die Schippe. "Genau das macht ihn so sympathisch", sagte Heidi Reschke aus Ilsfeld. "Christoph Sonntag ist sehr authentisch – und er trifft den Schwaben einfach genau auf den Punkt." Auch Leonardo Chacon aus Beilstein ist begeistert: "Die Witze zünden sofort. Cool ist auch, dass er zwischendurch Geige spielt. So ist das Programm schön abwechslungsreich."


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Daniel Hagmann

Daniel Hagmann

Als Reporter in der Region unterwegs. Hauptinteressen: Kunst, Kultur und Kokolores im echo24-Land. Kolumne: "Nachgehagt".

E-Mail:daniel.hagmann@echo24.de

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