Feiermodus endet tragisch

Unfall mit überfülltem Polo: Zwei Jugendliche im Kofferraum

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Bei dem Unfall starben zwei junge Männer.

Alkohol war bei der 18-jährigen Fahrerin wohl nicht im Spiel.

Eine Clique Jugendlicher im Alter von 17 und 18 Jahren feiert am Dienstagabend zusammen auf dem Cannstatter Volksfest, wenige Stunden später sind zwei aus ihren Reihen tot. Weil sie dieselbe Richtung haben, quetschen sie sich bei der Heimfahrt zu acht in einen VW Polo. Nach wenigen Kilometern überschlägt sich der Wagen, zwei 18-Jährige sterben noch an der Unfallstelle.

Nach Auskunft eines Polizeisprechers waren die verunglückten fünf Männer und drei Frauen zunächst noch in einer größeren Gruppe mit der Bahn vom Stuttgarter Wasen-Gelände nach Geradstetten gefahren und von dort mit zwei Autos weiter nach Welzheim. Da ein Fahrzeug eine andere Richtung nahm, wechselten die übrigen Insassen in den Polo. Zwei setzten sich in den Kofferraum, die anderen verteilten sich vorne.

Dann kam es zu dem verheerenden Unfall, bei dem zwei der Jugendlichen ums Leben kamen. Noch immer werden die sechs weiteren Insassen, von denen drei schwer und drei leicht verletzt wurden, im Krankenhaus behandelt.

Was aber letztendlich dazu führte, dass die 18-Jährige Fahrerin die Kontrolle verlor, ist noch nicht geklärt. Sie hatte nach Auskunft des Sprechers keinen Alkohol getrunken. "Bisher können wir nur vermuten, dass sie abgelenkt war und wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor", sagte er. Ein Gutachter ist eingeschaltet. Er soll ermitteln, warum sich der Wagen überschlug. Dies könnte mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Junge Fahrer im Alter bis 24 Jahren verursachen statisch gesehen die meisten Unfälle. Verkehrspsychologin Andrea Häußler vom TÜV Süd weiß, dass auch die Gruppendynamik eine große Rolle spielt. "Oft kommt es zu Unfällen, wenn die Beteiligten in Feierstimmung waren", sagt sie. "Der Spaßmodus ist eingeschaltet und die Sicherheit wird hinten angestellt." Das sehe man auch schon an der Tatsache, dass die jungen Leute bereit waren, sich zu acht ins Auto zu setzen. Eine therapeutische Unterstützung sei jetzt enorm wichtig.

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echo24.de Redaktion

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