"Hinrichtungsartiger" Mordversuch

Brackenheimer muss lebenslang in Haft

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Symbolbild.
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Nach einer höllischen Beziehung hatte sie sich getrennt - er schoss deshalb zwei Mal auf sie.

Beinahe "hinrichtungsartig" sei die Szenerie am Tag der Tat gewesen sein. So begründete die Vorsitzende Richterin das Urteil einer lebenslangen Haftstrafe. Der Verurteilte: Ein 57-jähriger Brackenheimer, der einen Mordversuch an seiner langjährigen Lebensgefährtin verübt hatte.

Zweimal hatte er im vergangenen September auf die Frau geschossen. Ein Schuss durchschlug ihre Schulter, ein zweiter streifte ihren Hals. Danach ließ sich die Frau zu Boden fallen und stellte sich tot.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth sah es als erwiesen an, dass der 57-Jährige die Tat "auf tiefster sittlicher Stufe" begangen habe, weil sich seine frühere Partnerin von ihm getrennt hatte. Er habe vor den Schüssen angekündigt, dass er sie nun umbringen werde.

Die Frau war im Mai 2015 nach 34 Jahren Beziehung vor ihrem Ex-Partner nach Franken geflohen. Danach habe der Brackenheimer eineinhalb Jahre versucht sie zu finden. Ihr Wille habe ihn dabei nicht gekümmert.

Die gemeinsame Zeit hatte die Frau zuvor im Prozess als "Hölle" bezeichnet. Ihr Lebensgefährte habe sie und die gemeinsamen Kinder mehrfach geschlagen und auch mit einem Stock verprügelt. Die Richterin sagte, die Beziehung habe aus Folter, Qual und Misshandlung bestanden.

Die Kammer folgte mit ihrem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf vier Jahre Gefängnis plädiert.

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