Kolumne: "Natürlich blond"

Das perfekte Alter, angeblich

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Wann ist die beste Zeit, um erwachsen zu werden?
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Es sei das beste Alter, heißt es. Dabei ist der Mittzwanziger doch hin- und hergerissen... 

Mit Mitte 20 sei man im besten Alter, heißt es. Aber ist es nicht ein Lebensabschnitt des Hin-und-Hergerissen-Seins?

Jung genug um Pokémon zu spielen, alt genug, dass eines der Kinder beim Familienfest das eigene sein könnte. Alt genug, um ein Drei-Gänge-Menü zu kredenzen, jung genug, um Mama zu fragen, wie die Schoko-Flecken aus der Lieblingsbluse wieder rausgehen. Definitiv jung genug, noch einen Adventskalender haben zu wollen (!), alt genug, um über den Kauf der eigenen vier Wände nachzudenken.

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Welches ist denn nun das perfekte Alter?
Mittzwanziger
28.57%
Irgendwas zwischen 30 und 50.
28.57%
Mit 66 Jahren fängt das Leben an.
17.14%
Das perfekte Alter gibt es nicht.
17.14%
Kindheit und Jugend
8.57%

Und während man heute einem Kind Häppchen mit Gesicht drauf serviert, stellt sich morgen die Frage, warum einem selbst eigentlich keiner mehr Mandarinen-Gesichter auf den Milchreis zaubert? Naja, weil man Mitte 20 ist. Und mit der richtigen Einstellung ist das tatsächlich ein tolles Alter.

Wir haben genug Selbstständigkeit, um unser Leben auf die Reihe zu bekommen, und trotzdem freuen sich "die Großen" noch, wenn wir sie um einen Rat bitten. Wir sind noch nah genug an der eigenen Kindheit, um mit den Jüngeren rumzualbern und deshalb zu den "coolen Großen" zu gehören.

Wer in den Zwanzigern ist, darf Kind sein oder kann ein eigenes haben. Kauft eine Wohnung oder reist noch durch die Welt. Für die Disco noch nicht zu alt, für den faulen Abend auf der Couch nicht zu jung. Und wer entscheidet schon, wie es richtig ist?

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