Ein widerliches Thema

Aufreger Hundekacke: Immer wieder Ärger

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Wenn der Hund sein Geschäft verrichtet hat, muss der Halter aber den Kot entfernen.

Die Tütenspender haben einiges erleichtert. Manchmal hilft aber nur eine Anzeige.

Pffft – und plötzlich wird es verdächtig weich unter der Schuhsohle. Das war doch nicht etwa...doch! Ach, du Scheiße!

Egal ob in der Innenstadt, beim Spaziergang im Park oder sogar mit Kindern auf dem Spielplatz – Hundekot in der Öffentlichkeit ist immer eine widerliche Angelegenheit! Dabei können die Verursacher noch am allerwenigsten dazu. Was keine Miete zahlt, muss schließlich raus! Aber danach sind Herrchen und Frauchen gefordert, die kleine oder große Schweinerei zu entfernen. Die polizeiliche Umweltschutzverordnung der Stadt Heilbronn regelt ganz klar: Hundekot auf Wegen, öffentlichen oder privaten Landstrichen ist sofort zu beseitigen. Sonst kostet's. "Und zwar in der Regel 50 Euro", erklärt Christian Britzke von der Pressestelle der Stadt Heilbronn.

So eine Kacke!

Immer wieder sei Hundekot ein Ärgernis – 3.500 Bellos sind in der Stadt registriert. Doch beileibe nicht jeder ordnungswidrige Hundefreund wird bestraft. "Bei einer Anzeige muss die Hinterlassenschaft einem Tier und das Fehlverhalten klar dem Halter zugeordnet werden. Und das ist oft nicht einfach", erklärt Axel Schramm, Leiter des Ordnungsamts in Öhringen.

Schließlich gibt es selten so einen dreisten Fall, wie ihn die Heilbronnerin Annemarie Schmidt in ihrer Nachbarschaft erlebt hat: "Zwei Frauen haben sich unterhalten, eine hatte einen Hund dabei. Da ließ das Tier plötzlich einen fürchterlichen Pflatscher auf den Asphalt fallen." Pfui Teufel! "Als ich die Frauen angesprochen habe, wurden sie pampig, haben mich beschimpft und sind einfach weitergegangen." Unglaublich frech! Schmidt hatte lange selber einen Hund. "Mir war es immer wichtig, den Kot sofort zu entsorgen."

Habt ihr euch vor Kurzem über Hundekot aufgeregt?

Seit einigen Jahren sorgen Tütenspender in Parks für mehr Bequemlichkeit. "Das nehmen auch viele Halter in Anspruch", sagt Schramm. Und auch Schmidt meint: "Die Spender haben das Problem ins Bewusstsein gerückt und die Leute sensibilisiert. Ich finde, es ist mit dem Hundedreck in der Öffentlichkeit deutlich besser geworden."

Hundehalterin Sabine Scherf ist mit ihrem Miriotic regelmäßig im Heilbronner Wertwiesenpark unterwegs. Sie sagt: "Ich habe immer ein Beutelchen dabei – und kenne viele Halter, die es genauso machen. Denn Rücksicht muss sein!" Britzke sieht das weniger optimistisch: "Wir wünschen uns mehr Einsicht, vor allem auf der Feldflur."

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Daniel Hagmann

Daniel Hagmann

Als Reporter in der Region unterwegs. Hauptinteressen: Kunst, Kultur und Kokolores im echo24-Land. Kolumne: "Nachgehagt".

E-Mail:daniel.hagmann@echo24.de

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