Riesige Nachfrage

100.000 neue kleine Waffenscheine in sechs Monaten

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Symbolbild: Die Nachfrage nach Schreckschusswaffen ist sprunghaft angestiegen.

Die Bundesbürger wollen so auf zunehmende Angst vor Terror und Kriminalität reagieren.

Deutschland rüstet auf. Das belegt jedenfalls ein Bericht, der  "Welt am Sonntag". Demnach stieg die Zahl der Bundesbürger, die einen kleinen Waffenschein besitzen, innerhalb der vergangenen sechs Monate von 301.000 auf 402.000 an. Eine Steigerung von einem Drittel!

Ein kleiner Waffenschein wird seit 2003 benötigt, wenn Schreck- oder Gasschusspistolen außerhalb der Wohnung mitgeführt werden sollen. Gegen Gebühr wird er von der zuständigen Verwaltung ausgestellt. Der käufliche Erwerb ist ohne vorherige Prüfung jederzeit möglich.

Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, macht "zunehmende Angst vor Terror und Kriminalität" für diese Steigerung verantwortlich. Die Menschen "ließen sich nicht länger durch Statistiken Beschwichtigungen oder Ankündigungen beruhigen".

Einen großen Nutzen habe die private Bewaffnung aber nicht. Wendt: "Den Umgang mit Waffen muss man lernen und trainieren." Eine Verschärfung beim Kauf und Besitz von Schreckschuss- und Gaswaffen verlangt Ierne Mihalic, Innenexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion.

Ihre Partei fordert seit langem, dass selbst beim Erwerb von Reizstoffwaffen ein kleiner Waffenschein Vorbedingung wird.

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echo24.de Redaktion

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