Interessenskonflikt

Ivanka Trumps Armreif löst Shitstorm aus

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Ivanka Trump denkt nur ans Geschäft. Foto: Andrew Gombert

New York - Ivanka Trump hat, ebenso wie ihr Vater, einen ausgeprägten Geschäftssinn. Mit einer PR-Aktion für ihren eigenen Schmuck stieß sie nun allerdings auf harte Kritik der US-Medien.

Ivanka Trump, die Tochter von Donald Trump, die ihrem Vater während des Wahlkampfs um die US-Präsidentschaft ein ums andere Mal souverän und hilfreich zur Seite stand, hat in den USA für einen enormen Eklat gesorgt, so berichteten mehrere US-Medien am Dienstag.

Werbeaktion im eigenen Interesse

Grund dafür war ein Auftritt der 35-jährigen Unternehmerin bei der CBS-Sendung „60 Minutes“, die zur besten Sendezeit etwa 20 Millionen Zuschauer erreichte. Während des Interviews trug dir Trump-Tochter deutlich sichtbar einen 10.800 Dollar teuren, mit Diamanten besetzten Armreif aus ihrer eigenen Schmuckkollektion.

Nach der Sendung verschickte ihr Schmucklabel „Ivanka Trump Fine Jewelry” eine Mail, in der für das Schmuckstück geworben wurde. „Style Alert – Ivanka Trump trägt ihr Lieblings-Armband aus der Metropolis-Kollektion bei '60 Minutes'", heißt es dort.

Der Marketing-Präsident

Dumm nur, dass die Werbe-Mail auch an Journalisten ging, bei denen die PR-Aktion überhaupt nicht gut ankam. Eric Lipton von der „New York Times“ etwa twitterte:  „Es geschieht bereits: Die Trump-Familie sieht den US-Präsidenten als Marketing-Gelegenheit.”

Kritiker, die Trump schon des Öfteren vorwarfen, seine Präsidentschaftskandidatur nicht mit seinen Geschäftsinteressen und denen seiner Familie vereinbaren zu können, sehen sich mit dieser Aktion nun mehr als bestätigt.

Ivanka war bereits im Juli mit einer ähnlichen Aktion auf Kritik gestoßen, als sie während eines Wahlkampfauftritts Kleidung aus ihrer eigenen Kollektion trug und während der Veranstaltung dafür warb. Nach der erneuten Kritik an dieser Vorgehensweise erklärte ihr Label nun, solche Geschäftspraktiken zu überdenken.

kah

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