Gala in New York

Kinder und Stars feiern den Unicef-Geburtstag

Unicef-Botschafter David Beckham (r.) und die Sänger und Schauspielerin Priyanka Chopra in New York. Foto: Alba Vigaray
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Unicef-Botschafter David Beckham (r.) und die Sänger und Schauspielerin Priyanka Chopra in New York. Foto: Alba Vigaray
David Beckham macht sich für Unicef stark. Foto: Alba Vigaray
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David Beckham macht sich für Unicef stark. Foto: Alba Vigaray
Orlando Bloom in New York. Foto: Alba Vigaray
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Orlando Bloom in New York. Foto: Alba Vigaray
Die britische Schauspielerin Millie Bobby Brown in New York. Foto: Alba Vigaray
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Die britische Schauspielerin Millie Bobby Brown in New York. Foto: Alba Vigaray
Schauspieler Jackie Chan (l.) mit Juan Carlos Moran Menjivar, dem Opfer einer Landmine. Foto: Alba Vigaray
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Schauspieler Jackie Chan (l.) mit Juan Carlos Moran Menjivar, dem Opfer einer Landmine. Foto: Alba Vigaray

Gegründet wurde Unicef einst, um hungernden Kindern im vom Zweiten Weltkrieg zerstörten Europa zu helfen. 70 Jahre und einen Friedensnobelpreis später wird das Kinderhilfswerk auf der ganzen Welt gebraucht. Zum Geburtstag gratulieren Stars - und Kinder.

New York (dpa) - Eine der größten Erfolgsgeschichten ist der oberste Chef selbst. "Unicef hat Leben gerettet, Leben verbessert - auch meins", sagt UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. "Ich war eines von Millionen Kindern, die während des Korea-Krieges Essenspakete bekommen haben."

Zum 70. Geburtstag des Kinderhilfswerks gratulierte Ban am Montagabend (Ortszeit) bei einer Gala im New Yorker Hauptquartier der Vereinten Nationen per Videobotschaft und würdigte "alles, was diese bemerkenswerte Organisation für die Kinder in der Welt getan hat".

Danach gehört die festliche Geburtstagsparty aber den Kindern selbst. "An alle Kinder, das ist euer Abend, denn Ihr seid die Zukunft", sagt Unicef-Chef Anthony Lake - und Peter Thomson, Präsident der UN-Generalversammlung, übergibt offiziell das Rednerpult an drei Kinder, angeführt von der Jungschauspielerin Millie Bobby Brown. Die dürfen durch den Abend führen und die zahlreichen extra angereisten Stars vorstellen - den früheren Profi-Fußballer David Beckham etwa, oder die Schauspieler Jackie Chan und Orlando Bloom, alle seit vielen Jahren als freiwillige Botschafter für Unicef im Einsatz.

Chan zwingen die drei Kinder-Moderatoren gleich, seine Kampfsportkünste vorzuführen. "Hier?", fragt der Schauspieler in schwarzem Hemd und schwarzer Hose, macht den Spaß dann aber natürlich doch mit. "Beim Kampfsport geht es um Schutz und das ist, was ich mir für jedes Kind auf der Welt wünsche."

Der frühere Profi-Fußballer Beckham, den Moderatorin Brown als "wahren Helden für Kinder" feiert, erzählt von Reisen für Unicef in Krisengebiete wie Swasiland oder Dschibuti. Auf den Philippinen habe ihm eine Familie vom Tod der Tochter bei einem Taifun erzählt, sagt Beckham sichtlich bewegt. "Das war eine der schlimmsten Geschichten, die ich gehört habe."

Der Tag, an dem die Anfrage kam, ob er Unicef-Botschafter werden wolle, sei "einer der stolzesten meines Lebens" gewesen, sagt der vierfache Vater, der in Anzug und Krawatte erschienen ist. "Mein Wunsch ist, dass alle Kinder auf der Welt die selben Möglichkeiten haben, wie meine."

Schauspieler Orlando Bloom interviewt auf der Bühne einen jungen syrischen Flüchtling, der vor dem Krieg in seiner Heimat nach Deutschland geflüchtet ist. Die syrische Flüchtlingskrise ist derzeit eine der größten Herausforderungen für Unicef, das im Dezember 1946 als Teil der Vereinten Nationen gegründet wurde, um sich um die hungernden Kinder im vom Zweiten Weltkrieg zerstörten Europa zu kümmern.

Er erinnere sich an stundenlange Märsche ohne Wasser, erzählt Mustafa. In Deutschland vermisse er seine Schule und seine Freunde, aber er wolle sich auch integrieren. Für die Kinder auf der Welt wünscht er sich "Freunde, Familie, Hoffnung und Liebe". "Mehr als je zuvor müssen die Menschen auf der Welt heute Geschichten wie deine hören", sagt Bloom und umarmt Mustafa.

"Heute haben wir Kinder die Vereinten Nationen übernommen", sagt Moderatorin Brown zum Abschluss. "Aber morgen übernehmen wir die Welt."

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