Alptraum in Paris

Kim Kardashian von falschen Polizisten ausgeraubt

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Kim Kardashian blieb bei dem Überfall unverletzt. Foto: Sebastien Nogier

Eine Reise von US-Sternchen Kim Kardashian zu den Modeschauen der Pariser Fashion Week endet im Drama. Falsche Polizisten dringen in ihr Zimmer ein und bedrohen sie mit vorgehaltener Waffe.

Paris (dpa) - Horror-Nacht für Kim Kardashian: Diese Paris-Reise dürfte dem TV-Sternchen in übler Erinnerung bleiben. 

Maskierte Räuber stürmen Kardashians Zimmer in einer Luxusresidenz, bedrohen die 35-jährige Amerikanerin mit vorgehaltener Waffe und erbeuten Schmuck im Wert von rund neun Millionen Euro. "Sie ist ziemlich durcheinander, aber körperlich unversehrt", sagt ihre Sprecherin am Morgen danach.

Kardashian war seit einigen Tagen in Frankreich und besuchte die Prêt-à-Porter-Schauen der Pariser Modewoche. Ein Trip, den sie wie üblich vor dem Millionenpublikum ihrer Accounts in den sozialen Netzwerken in Szene setzte - etwa bei Shows von Givenchy und Balenciaga. " Kourtney and Kim take Paris" (etwa: Kourtney und Kim erobern Paris), schrieb sie zu einem Foto, das sie neben ihrer Schwester zeigt.

Doch dann wird der Abstecher in die Stadt der Lichter zum Alptraum. Fünf Räuber tauchen in der Nacht zum Montag als Polizisten verkleidet vor dem roten Portal des diskreten Stadtpalais auf, in dem Kardashian abgestiegen ist. Der "Figaro" nennt die Adresse "die geheime Residenz der Stars", der Élyséepalast und das berühmte Kaufhaus Galeries La Fayette sind jeweils nur etwa zehn Gehminuten entfernt. Die Täter zwingen den Pförtner, sie zur Unterkunft der Amerikanerin zu bringen.

Zwei Männer dringen in ihr Zimmer ein und bedrohen sie mit einer Waffe. Der Sender iTélé und weitere französische Medien berichten, die Kriminellen hätten die Amerikanerin mit Klebeband gefesselt und ins Badezimmer gesperrt, bevor sie flüchteten. Ihre Beute: Ein Ring und ein Schmuckkästchen. Der Wert des Rings wird in Pariser Justizkreisen mit vier Millionen Euro beziffert, der Inhalt der Schatulle soll fünf Millionen Euro wert sein.

Das Vorgehen lässt aus Sicht des Polizeigewerkschafters Luc Poignant vermuten, dass die Täter genau wussten, worauf sie es abgesehen hatten. "Das war sicher kein Zufall", sagt er dem Sender BFMTV. "In einem solchen Fall muss man wissen, dass die Person sich an diesem Ort aufhält und dass sie wertvolle Schmuckstücke bei sich hat."

Kim Kardashians Mann Kanye West erfährt auf der Bühne vom Drama in Paris. Der Rapper gibt gerade ein Konzert in New York, als er den Auftritt aus heiterem Himmel abbricht: "Sorry", sagt er kurzangebunden, "Notfall in der Familie". Kurz zuvor war er ebenfalls in Paris gewesen, das Paar zeigte sich vergangene Woche gemeinsam etwa bei der Schau des Labels Off-White.

Die mit einer Reality-Show über ihr Familienleben berühmt gewordene Kim Kardashian und der US-Rapper haben eine besondere Beziehung zu Frankreichs Hauptstadt. Mit einem rauschenden Fest im Schloss von Versailles stimmten sie sich 2014 auf ihre Trauung in Italien ein.

In Paris sorgen sich manche schon um den negativen Effekt für das Image der Stadt, die sich gern im Glanz der Mode- und Luxusbranche sonnt. "Ist Ihnen klar, was das für eine Anti-Werbung darstellt?", sagt Nathalie Kosciusko-Morizet, die Vorsitzende der oppositionellen Konservativen im Stadtrat. Bürgermeisterin Anne Hidalgo entgegnete umgehend, es handele sich um einen sehr seltenen Fall, der die Sicherheit der Stadt nicht infrage stelle. Die Stadt ist nach den Terroranschlägen des vergangenen Jahres ohnehin verunsichert und musste hohe Einbußen beim Tourismus verkraften. Gerade Luxus-Hotels boten angesichts der Flaute teils hohe Rabatte an.

Kardashian verließ Paris nach Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP bereits am Montagmorgen, nachdem sie von Polizisten befragt worden war.

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