In 30 Minuten ausverkauft

Ein Jahr nach dem Terror: Sting-Konzert im Pariser Bataclan

+
Der britische Sänger Sting gibt ein Konzert im Bataclan, in dem am 13. November 2015 90 Menschen getötet wurden.

Paris - Am Sonntag jähren sich die Terroranschläge zum ersten Mal. Mit einem Konzert des Musikers Sting wird die Bataclan-Halle, in der 90 Menschen den Tod fanden, wiedereröffnet. 

Es dauerte nur eine knappe halbe Stunde, bis die Tickets weg waren: Das Konzert des britischen Rockmusikers Sting zur Wiedereröffnung der von einem Anschlag getroffenen Pariser Konzerthalle Bataclan am Samstag ist ausverkauft. Der Verkauf der 1000 Karten habe "weniger als 30 Minuten" gedauert, teilte der Veranstalter am Dienstag mit. Ins Bataclan passen rund 1500 Gäste, ein Teil der Plätze war aber für Überlebende und Angehörige der Opfer des Anschlags reserviert. Das Konzert findet einen Tag vor dem Jahrestag der Anschläge des 13. November 2015.

Erlös geht an Terror-Opfer und Angehörige

Sting erklärte in der vergangenen Woche, er wolle das Andenken an die Opfer des Attentats in Ehren halten. Die Einnahmen aus den Konzertkarten sollen an zwei Vereine gehen, die sich für Opfer und Hinterbliebene der Anschläge einsetzen: Life for Paris und 13 Novembre: Fraternité und Vérité. Am 13. November 2015 hatten islamistische Angreifer bei einer Anschlagsserie in der französischen Hauptstadt 130 Menschen getötet, davon 90 im Bataclan. Rund 400 weitere Menschen wurden verletzt, neun von ihnen werden noch immer im Krankenhaus behandelt. Der bekannte Musikclub im Osten von Paris war nach dem Anschlag geschlossen und umfassend saniert worden. Das vorherige Aussehen wurde dabei nicht verändert. Am Tag nach dem Sting-Konzert, also am Jahrestag der Anschläge, soll laut Pariser Stadtverwaltung am Bataclan eine Gedenktafel errichtet werden.

Zunächst hatte das Bataclan sein erstes Konzert für den 16. November angekündigt: Der britische Skandalrocker Pete Doherty tritt am 16. und 17. November auf, gefolgt von Rock-Legende Marianne Faithfull am 25. November. Bis zum Frühjahr sind bereits mehr als 20 Konzerte geplant, unter anderen treten der Senegalese Youssou N'Dour und die Tuareg-Band Tinawiren aus Mali auf.

afp

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare