Vorsicht Pucken: Risiko des plötzlichen Kindstods

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Beim Pucken werden die Babys fest eingewickelt. Foto: Britta Pedersen/Archiv

Pucken ist eine uralte Methode, Babys einzupacken. Eigentlich soll es den Kleinen helfen, ruhig zu werden. Doch nun zeigt eine Studie, dass es dadurch erhebliche Gesundheitsrisiken geben kann.

Berlin (dpa/tmn) - Pucken soll Babys in den ersten Wochen und Monaten ruhiger schlafen lassen. Dabei werden die Kinder eng in ein Tuch eingewickelt, die Arme liegen dabei am Körper.

Eine neue Studie australischer und amerikanischer Forscher weist aber daraufhin, dass das Pucken das Risiko für den plötzlichen Kindstod steigert. Außerdem fördert die Technik Hüftfehlstellungen, weswegen der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte vom Pucken abrät.

Noch kritischer ist die Wickeltechnik, wenn Babys mit etwa vier Monaten beginnen, sich um die eigene Achse zu drehen und herumzurollen. Auf dem Bauch schlafend und gepuckt, steigt das Risiko für den Kindstod noch einmal an. "Besonders bei warmen Temperaturen kann gepuckten Babys zu heiß werden, so dass sie einen Hitzschlag bekommen können", warnt Hermann Josef Kahl, Pressesprecher des Berufsverbandes.

( www.kinderaerzte-im-netz.de)

Studie auf Englisch

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