Konflikte sind erwünscht

Tipps für Patchworkfamilien

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Damit eine Patchworkfamilie gut zusammenfindet, sollten alle Mitglieder Konflikte ansprechen können - zum Beispiel bei einer Familienkonferenz. Foto: Frank Leonhardt

Finden Eltern einen neuen Partner, der auch Kinder hat, ändern sich die Familienstrukturen. Das Zusammenwachsen geht nicht von heute auf morgen. Damit die Konflikte jedoch nicht überhandnehmen, sollten klassische Fehler umgangen werden.

Weinheim (dpa/tmn) - Paare, die eine Patchworkfamilie gründen, sind meist voller guter Vorsätze. Konflikte und zu hohe Erwartungen können das Familiengefüge aber schwächen, heißt es in der Zeitschrift "Psychologie Heute" (Ausgabe 10/2016). Ein paar typische Fehler, die sich vermeiden lassen:

Harmonie ist keine Pflicht: Stiefeltern und- kindern fällt es oft schwer, offen auszusprechen, was sie stört. Doch Konflikte sind normal und auch Kinder in Patchworkfamilien müssen kritisieren dürfen. Ein fester Rahmen, wie zum Beispiel eine Familienkonferenz gibt jedem die Chance, nervige Themen anzusprechen.

Kein Gruppenzwang: Um Gemeinschaft herzustellen, neigen viele Patchworkfamilien dazu, immer alles gemeinsam zu machen. Doch es ist genauso wichtig, verlässliche Beziehungen untereinander zu pflegen. So brauchen zum Beispiel die leiblichen Kinder exklusive Zeit allein mit Mama oder Papa, um Intimes zu besprechen.

Nichts überstürzen: Die neue Familie ist niemals abgeschlossen. Es muss beständig nachgebessert und modifiziert werden. Also: Zeit lassen, um sich kennenzulernen. Es dauert, bis unterschiedliche Familienkulturen miteinander in Einklang gebracht sind.

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