Richtig reisefit: Auto vor der Fahrt durchchecken

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Vorm Reisestart sollten Fahrer ihr Auto gründlich durchchecken und dabei auch auf den richtigen Reifendruck achten. Foto: Franziska Gabbert

Eine Autopanne bei der Fahrt in die Ferien kann einem die Urlaubslaune gründlich vermiesen. Damit das nicht passiert, sollten Fahrer ihren Wagen vorab gründlich durchchecken. So gehen sie dabei vor.

Köln (dpa/tmn) - Bevor Autofahrer in den Urlaub starten, sollten sie ihren Wagen aufmerksam unter die Lupe nehmen und reisefit machen. Zunächst entfernt man unnötigen Ballast. "Von der Bierkiste angefangen bis hin zu den Schneeketten aus dem letzten Winterurlaub", sagt Hans-Ulrich Sander vom Tüv Rheinland.

Für einen klaren Durchblick sorgen frisch geputzte Scheiben sowohl außen als auch innen. Bei Bedarf sind die Scheibenwischer zu erneuern. "Wenn sie Schlieren ziehen, sind neue Blätter nötig", erklärt Sander. Dabei den Wischer der Heckklappe nicht vergessen und den Stand im Wischwasserbehälter kontrollieren. Bei Bedarf nachfüllen. Auch die anderen Flüssigkeiten wie Öl, Brems- und Kühlflüssigkeit checken die Autofahrer. Wer ein spezielles Öl braucht, sollte sich einen gewissen Vorrat mitnehmen. Beim Reservekanister ist laut Sander Vorsicht geboten, da die Vorschriften und erlaubten Mengen in anderen Ländern unterschiedlich ausfallen.

Als erstes Ziel vor der Reise steuert man eine Tankstelle an, um den Reifendruck dem jeweiligen Beladungszustand anzupassen. "Der richtige Druck steht in der Bedienungsanleitung oder oftmals auf einem Aufkleber auf der Innenseite der Tankklappe", sagt Sander. Die Profiltiefe muss laut Gesetz noch mindestens 1,6 Millimeter betragen. "Aber ab etwa 3 Millimeter Profiltiefe steigt das Aquaplaning-Risiko, so dass man die Reifen dann besser austauschen sollte", rät Sander. Dabei prüft man auch das Reserverad oder das Ablaufdatum des Pannesprays.

Ein Beleuchtungscheck ist vor jeder Fahrt Pflicht, sollte jetzt aber umso aufmerksamer ausfallen. Wessen Auto noch keine automatische Höhenregulierung der Scheinwerfer besitzt, sollte den richtigen Stand dem beladenem Auto anpassen. Am Urlaubsort setzt man nach dem Ausladen die Reifendrücke und die Scheinwerferregulierung wieder zurück.

Obwohl in Deutschland nur für den Fahrer Pflicht, kauft man Warnwesten am besten für jeden Insassen und verstaut sie wie auch Warndreieck und kompletten Verbandskasten so, dass man sie griffbereit hat. Auch hier gelten in den europäischen Ländern unterschiedliche Vorschriften. "In einigen Länder muss die Warnweste im Pannenfall schon angelegt werden, bevor man aussteigt", sagt Sander.

Einen Urlaubscheck mit Prüfung von Bremsen, Stoßdämpfern und Bremsflüssigkeit bieten beispielsweise viele Autoclubs an. Der sei ratsam. Denn "gerade der Verschleiß der Stoßdämpfer passiert schleichend, ich merke zunächst keinen gravierenden Unterschied, wenn sie schlechter werden", sagt Sander.

Informationen des ADAC zum Mitführen von Reservekanistern

Informationen des ARCD zu Warnwesten

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