Welche Stadt wird Gastgeber?

Ukraine: Debatte um Austragungsort des ESC 2017 

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Die Gewinnerin des ESC, die ukrainische Sängerin Jamala, bei der Ankunft in ihrer Heimat. 

Kiew - In welcher Stadt der Ukraine soll der ESC 2017 ausgetragen werden? Diese Debatte ist gerade im Heimatland der diesjährigen ESC-Siegerin Jamala entbrannt. Auch kleinere Städte meldeten Interesse.

Nach dem Sieg der Sängerin Jamala beim Eurovision Song Contest (ESC) in Stockholm ist in ihrem Heimatland Ukraine eine Debatte um den Austragungsort für die Show 2017 entbrannt. „Kiew ist bereit für die Durchführung. Diskussionen zu anderen Städten haben keine Grundlage, da die Hauptstadt der am besten vorbereitete Ort für solch große Veranstaltungen ist“, sagte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko.

Ein möglicher Ort wäre das Olympiastadion, das zur Fußball-Europameisterschaft 2012 komplett erneuert wurde. Die Arena fasst bei Sportereignissen knapp 70 000 Zuschauer. Kiew war bereits 2005 ESC-Gastgeber, damals fand der Wettbewerb im Sportpalast statt.

Weniger realistisch: die Austragung auf der Halbinsel Krim

Jedoch melden auch die Bürgermeister der Großstädte Lwiw (Lemberg), Dnipropetrowsk und der Hafenstadt Odessa Ansprüche auf den ESC an. Bürgermeister Gennadi Truchanow aus Odessa schrieb auf seiner Facebook-Seite: „Unser Odessa wäre dieses prestigereichen Wettbewerbs würdig - eine multinationale, schöne, europäische Stadt mit einer reichen Geschichte und kulturellen Traditionen!“ Stadtoberhaupt Andrej Sadowy aus Lwiw führte als Argument an, dass die Stadt bereits ein Ort der Fußball-EM und der Schachweltmeisterschaft gewesen sei.

Vorher wurde - weniger realistisch - bereits die von Russland 2014 annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim ins Spiel gebracht - „nach einer Rückeroberung durch die ukrainische Armee“. Wann die Regierung in Kiew eine Entscheidung über den ESC-Ort trifft, ist unklar.

dpa

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