Kinderfilm mit Botschaft

"Mullewapp 2" Überanimierte Wildschweinerei

Ganz geglättet wirken die Freunde Franz von Hahn, Waldemar und Johnny Mauser dank der Computeranimation. Foto: dpa

München - „Mullewapp 2“ kommt ganz ohne Zeichnungen aus und ist komplett am Computer entstanden. Dadurch verliert der Film allerdings ein wenig an Charme.

Auf dem Bauernhof Mullewapp ist wieder viel los! Schon 2009 ergaben die von Kinderbuchautor Helme Heine so wunderschön erdachten Abenteuer der drei Freunde Franz von Hahn, Schwein Waldemar und Johnny Mauser einen herrlichen Kinofilm für Kinder im Vorschulalter. Für den zweiten Leinwandauftritt verzichtete man auf die bewährten Zeichnungen und sprang mitsamt einer gänzlich am Computer erstellten Fassung in die dritte Dimension – mit begrenztem Erfolg. Denn der spezielle Charme der aus den Bilderbüchern bekannten Zeichnungen ist nun endgültig einer extrem geglätteten Animation gewichen.

Die Geschichte um Waldemars Geburtstagstorte und drei hinterhältige Wildschweine ist stärker auf die jüngsten Zuschauer zugeschnitten und bietet wesentlich weniger Scherze, über die auch Erwachsene lachen können. Dafür gibt es viel Slapstick, der bei den Kleinsten ohnehin am besten funktioniert. Dass die Synchronsprecher gewechselt haben und statt Benno Fürmann, Joachim Król und Christoph Maria Herbst jetzt Ralf Schmitz, Axel Prahl und Michael Kessler die Freunde sprechen, stört keineswegs.

Eine pädagogische Botschaft versteckt sich aber auch in „Mullewapp 2“. Schließlich handelt der Film vom Zusammenhalt, vom Lügen – und davon, dass ein wenig gesundes Misstrauen oft angebracht ist.

„Mullewapp 2“

Regie: Theresa Strozyk Laufzeit: 107 Minuten

Sehenswert

Dieser Film könnte Ihren Kindern gefallen, wenn sie die Geschichten von Helme Heine mögen.

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