Auf den Millimeter genau

Wie werde ich Zerspanungsmechaniker/in?

Die große Herausforderung im Beruf von Andre Neuhaus ist es, sehr genau zu arbeiten. Häufig kommt es auf Millimeter an. Foto: Caroline Seidel
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Die große Herausforderung im Beruf von Andre Neuhaus ist es, sehr genau zu arbeiten. Häufig kommt es auf Millimeter an. Foto: Caroline Seidel
Wer wie Andre Neuhaus den Beruf des Zerspanungsmechanikers lernt, muss sich auf eins einstellen: In dem Job sind Schichtdienste weit verbreitet. Foto: Caroline Seidel
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Wer wie Andre Neuhaus den Beruf des Zerspanungsmechanikers lernt, muss sich auf eins einstellen: In dem Job sind Schichtdienste weit verbreitet. Foto: Caroline Seidel
Der angehende Zerspanungsmechaniker Andre Neuhaus stellt kleine Bauteile aus Metall her, die zum Beispiel in fast jeder Waschmaschine zu finden sind. Foto: Caroline Seidel
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Der angehende Zerspanungsmechaniker Andre Neuhaus stellt kleine Bauteile aus Metall her, die zum Beispiel in fast jeder Waschmaschine zu finden sind. Foto: Caroline Seidel
Als angehender Zerspanungsmechaniker braucht Andre Neuhaus räumliches Vorstellungsvermögen. Außerdem sind Betrieben gute Mathe-Kenntnisse wichtig. Foto: Caroline Seidel
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Als angehender Zerspanungsmechaniker braucht Andre Neuhaus räumliches Vorstellungsvermögen. Außerdem sind Betrieben gute Mathe-Kenntnisse wichtig. Foto: Caroline Seidel
Früher brauchten Zerspanungsmechaniker vor allem Muskelkraft. Heute muss sich Andre Neuhaus vor allem mit Higtech-Maschinen auskennen. Foto: Caroline Seidel
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Früher brauchten Zerspanungsmechaniker vor allem Muskelkraft. Heute muss sich Andre Neuhaus vor allem mit Higtech-Maschinen auskennen. Foto: Caroline Seidel
Als angehender Zerspanungsmechaniker stellt Andre Neuhaus metallene Präzisionsbauteile aller Art her. Bis die komplizierten Maschinen vorbereitet sind, dauert es häufig mehrere Stunden. Foto: Caroline Seidel
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Als angehender Zerspanungsmechaniker stellt Andre Neuhaus metallene Präzisionsbauteile aller Art her. Bis die komplizierten Maschinen vorbereitet sind, dauert es häufig mehrere Stunden. Foto: Caroline Seidel
Wo muss was gemacht werden? Andre Neuhaus bespricht sich mit seinem Ausbilder Michael Kerkhof. Neuhaus ist im dritten Ausbildungsjahr im Unternehmen von Thilo Karrenberg in Velbert in Nordrhein-Westfalen. Foto: Caroline Seidel
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Wo muss was gemacht werden? Andre Neuhaus bespricht sich mit seinem Ausbilder Michael Kerkhof. Neuhaus ist im dritten Ausbildungsjahr im Unternehmen von Thilo Karrenberg in Velbert in Nordrhein-Westfalen. Foto: Caroline Seidel
Andre Neuhaus braucht als angehender Zerspanungsmechaniker viel technisches Gespür. Seine Aufgabe ist es, die Maschinen in der Metallproduktion zu rüsten und zu warten. Foto: Caroline Seidel
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Andre Neuhaus braucht als angehender Zerspanungsmechaniker viel technisches Gespür. Seine Aufgabe ist es, die Maschinen in der Metallproduktion zu rüsten und zu warten. Foto: Caroline Seidel
Im ersten Lehrjahr hat der Auszubildende Andre Neuhaus in der Lehrwerkstatt handwerkliche Fähigkeiten wie das Schleifen, Fräsen und Bohren gelernt. Foto: Caroline Seidel
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Im ersten Lehrjahr hat der Auszubildende Andre Neuhaus in der Lehrwerkstatt handwerkliche Fähigkeiten wie das Schleifen, Fräsen und Bohren gelernt. Foto: Caroline Seidel

Wer gerne alle fünfe gerade sein lässt, ist in dem Beruf verkehrt: Zerspanungsmechaniker müssen sehr genau arbeiten. Sie stellen kleine Bauteile etwa für Waschmaschinen oder Motoren her. Für den Job braucht es ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen.

Bonn (dpa/tmn) - Sie finden sich in Automotoren, Waschmaschinen und vielen Elektrogeräten: Kleine Schrauben, Muttern, Zahnräder und Stifte aus Metall, die kaum auffallen. Doch oft sind sie keine Baumarktware. Zerspanungsmechaniker fertigen sie speziell für Produkte an.

Früher brauchten Zerspanungsmechaniker vor allem Muskelkraft und handwerkliches Geschick. Seit den 1980er Jahren übernehmen aber mehr und mehr computergesteuerte Maschinen die schweißtreibenden Arbeiten am Metall. Dennoch ist der Job heute mehr denn je gefragt. Doch das das Aufgabenfeld hat sich grundlegend gewandelt. "Heute geht es vor allem darum, die Maschinen zu rüsten, zu bedienen und den Fertigungsprozess zu überwachen", sagt Hermann Rumpel vom Verband der Deutschen Drehteile-Industrie.

Die große Herausforderung in dem Beruf sei es, mit hundertprozentiger Genauigkeit zu arbeiten, sagt Andre Neuhaus. Er ist im dritten Ausbildungsjahr zum Zerspanungsmechaniker im Unternehmen von Thilo Karrenberg in Velbert in Nordrhein-Westfalen. "In unserem Bereich sind die Toleranzgrenzen sehr, sehr klein, da kommt es auf wenige Mikrometer an." Ein Mikrometer ist ein Tausendstel Millimeter.

Zerspanungsmechaniker stellen metallene Präzisionsbauteile aller Art her, richten Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen ein und programmieren die Maschinen mit CNC-Programmen. CNC steht für Computerized Numerical Control und bezeichnet ein elektronisches Verfahren zur Steuerung von Werkzeugmaschinen. 2015 haben 6288 junge Menschen die Ausbildung begonnen, darunter 366 Frauen.

Dieser Job ist weitaus komplexer, als er auf den ersten Blick erscheint: Bis eine Maschine vorbereitet ist, um ein bestimmtes Drehteil zu produzieren, dauere es häufig mehrere Stunden, sagt Neuhaus. Und wenn die Produktion beginnt, ist die Arbeit noch nicht getan. "Ich muss die ganze Zeit kontrollieren, ob die Maße stimmen und das Teil passt."

Dafür brauchen Zerspanungsmechaniker gute mathematische Kenntnisse. "Unverzichtbar ist auch ein räumliches Vorstellungsvermögen", sagt Rumpel. Das ist wichtig, um sich neue Bauteile anhand von Plänen vorstellen zu können.

Wer den Beruf lernt, muss sich auf Schicht- und Bereitschaftsdienste einstellen. Darauf weist Axel Kaufmann vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hin. Während der Ausbildung verdienen Jugendliche laut der Bundesagentur für Arbeit in der Industrie zwischen 860 und 957 Euro pro Monat, im Handwerk sind es zwischen 375 bis 744 Euro. Nach der Ausbildung steigen die Fachkräfte mit einem Lohn von 1500 bis 2500 Euro brutto pro Monat ein. Es kann in Einzelfällen aber auch einmal deutlich mehr oder weniger sein.

In der Berufsschule geht es für angehende Zerspanungsmechaniker vor allem um mathematische und technische Grundlagen: Wie schnell darf sich ein Werkzeug drehen? Wie verhalten sich verschiedene Materialien in der Bearbeitung?

Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind für die Fachkräfte gut. Laut Axel Kaufmann vom BIBB werden in der Metallbranche derzeit Fachkräfte gesucht. Auch für Andre Neuhaus stehen die Chancen gut, nach seiner Ausbildung im Velberter Unternehmen übernommen zu werden.

Berufsbild bei der Bundesagentur für Arbeit

Datenblatt beim Bundesinstitut für Berufsbildung

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