Mit diesen einfachen Tipps gibt es kein DesEASTER

Stressfreie Feiertage am Oster-Wochenende

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Hinter diesem Festmahl steckt eine Menge an Vorbereitung und Organisation.
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Kochen mit Daniela Baier: Mit diesen Tipps und Tricks wird die Küche an Ostern garantiert nicht zum Schlachtfeld.

Klopf, Klopf! Ostern steht vor der Türe – der Tag, an dem Familienmitglieder von nah und fern an einen Tisch gebracht und Omis in der Küche hin und her gescheucht werden. Festtage müssen aber nicht immer im Chaos enden. Mit nur wenigen Tricks lassen sich besondere Tage zu stressfreien gestalten.

Daniela Baier (vorher Guckenberger) aus Forchtenberg-Ernsbach war bei der ZDF Kochshow „Küchenschlacht“ sehr erfolgreich. Die Hobbyköchin verrät uns ihre Tipps für ein perfektes Festtagsmenü.

Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung ist das A und O für eine gelungene Feier und eine entspannte Atmosphäre. Nur wer seine Vorbereitungen rechtzeitig trifft, strahlt den Gästen gegenüber die gewünschte Gelassenheit aus und hat so Zeit für nette Gespräche mit den Gästen. Kein Gast fühlt sich wohl, wenn die Gastgeber gestresst wirken. Viele Gerichte lassen sich zudem einen Tag zuvor zubereiten und einfach nochmals erwärmen oder verfeinern. Beginnt man mit einer Suppe, so kann diese einen Tag zuvor zubereitet werden. Ein Dessert im Glas, eine Mousse oder Tiramisù sind außerdem süße Nachspeisen, die im Vorfeld zubereitet werden können. Nun kann man sich der Hauptspeise voll und ganz widmen. Mit diesem Schlachtplan sieht sicher keine Küche wie ein Schlachtfeld aus! Auch der Tisch kann am Abend vorher schön und in aller Ruhe gedeckt werden. Auch Schnippelarbeiten können einen Tag zuvor getätigt und in einer Schüssel abgedeckt mit einem feuchten Tuch frischgehalten werden.

Küchengeräte 

Herd, Backofen oder Dampfgarer - bei der Zubereitung sollten verschiedene Gerätschaften zum Einsatz kommen. Es sollten Gerichte gewählt werden, die sich zum Teil im Backofen zubereiten lassen. Wer alles auf dem Herd zur gleichen Zeit zubereiten möchte, verzettelt sich schnell und verliert den Überblick. Wer also ein Gericht wählt, das im Backofen schmoren kann, hat Zeit für die Beilage auf dem Herd.

Aperitiv 

Ein Aperitif kann vorab mit kleinen Handsnacks den ersten Hunger der Gäste stillen. So nimmt es dem Gastgeber keiner übel, wenn sich das Essen um eine halbe Stunde verzögert. Ein Aperitif lässt sich einfach mit frischen Früchten und Kräutern toppen. Erdbeeren, Himbeeren, Limetten und Minze eignen sich hervorragend hierfür. Als Fingerfood eignen sich knuspriges Baguette mit verschiedenen Aufstrichen, Spieße mit Hackbällchen, herzhafte Muffins, herzhafter Gugelhupf oder auch eine Quich in kleine Würfel geschnitten. Wer es gesund mag, kann auch Gemüsesticks und einen leckeren Dip dazu servieren. Hier darf der Gastgeber gerne etwas fürs Auge schaffen.

Interaktion 

Es gilt zu überlegen, welche Art von Feier steigt und wer die Gäste sind: Sitzt die Familie am Tisch und isst zusammen oder gibt es unter den Gästen ein Kommen und Gehen? Bei einer Geburtstagsparty kommen und gehen die Gäste meist. Hier muss nicht immer der Klassiker Pizzabrötchen herhalten. Gäste dürfen ruhig animiert werden, sich selbst zu bedienen oder Burger oder Wrap selbst zu belegen. Eine richtige Küchenparty also! Hier sollten Gerichte gewählt werden, die nicht kalt werden, sich warm halten lassen und die auch über Stunden gegessen werden können. So muss der Gastgeber dann lediglich immer einen kurzen Check machen, ob noch alles ausreichend vorhanden ist. Achtung: Noch nie gekochte Speisen schaffen Unsicherheit.

Zeitmanagement 

Soll das Fest so ausgerichtet werden, dass die Gäste an einer Tafel sitzen, ist ein gutes Zeitmanagement gefragt. Es sollten dabei Gerichte gewählt werden, die dem Koch nicht neu sind. Eine strukturierte Einkaufsliste lässt Zeit einsparen. Wer in der Küche nicht bis ins Detail ausgestattet ist, sollte auch überlegen, ob ausreichend Küchenutensilien wie Geschirr und Töpfe vorhanden sind.

Tischdeko 

Man nehme kleine Bonbons oder andere Süßigkeiten, Schnittblumen in kleinen Vasen und dazu passende Servietten und schwuppdiwupp ist der Festtags-Tischwunderschön gedeckt! Dieser sollte nicht überladen sein, schließlich soll ja genug Platz für das leckere Essen gegeben sein. Wer Muße hat, kann auch kleine Kekse backen und diese auf einer gefalteten Serviette als kleines Gastgeschenk auslegen.

Mottos 

Mottos kommen bei Gästen immer gut an. Zum Beispiel können Festtage „all‘italiana“ gestaltet werden. Wie wäre es denn mit einem Tomaten-Mozzarella-Salat als Vorspeise, Lasagne oder Involtini zum Hauptgang und als Dessert ein aufgepimpter Klassiker: Tiramisù mit Erdbeeren. Super leicht und oberlecker! Zu kälteren Monaten passt eine rustikale Brotzeit oder ein französischer Abend mit verschiedenen Quiches. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Und hier ist Danielas Lieblingsrezept:

Hackbraten mit Frischkäsefüllung (für sechs Personen) 

Zutaten:

100 g geröstete Paprika aus dem Glas

300 g Doppelrahmfrischkäse

2 EL Paniermehl 1 Brötchen (vom Vortag)

2 mittelgroße Zwiebeln

750 gemischtes Hack

2 Eier 1 EL Ajvar (Paprikazubereitung aus dem Glas)

100 g dünnen Frühstücksspeck

Salz / Pfeffer

Gefrierbeutel

Zubereitung:

Paprika abtropfen lassen und würfeln. Frischkäse und Paniermehl verrühren. Brötchen einweichen. Zwiebeln schälen und fein würfeln. Hack, ausgedrücktes Brötchen, Zwiebelwürfel, Eier, Salz, Pfeffer und Ajvar verkneten. Den Gefrierbeutel aufschneiden. Hack darauf zum Rechteck (ca. 28 x 30 cm) flach drücken.

Frischkäse gleichmäßig darauf streichen, dabei rundherum einen ca. zwei Zentimeter breiten Rand freilassen. Paprika gleichmäßig darauf verteilen. Hackteig von der Längsseite her aufrollen und an den Enden zusammendrücken.

Mit der Nahtseite nach unten auf ein Backblech setzen und im Ofen bei 150°C Umluft etwa 1 Stunde backen. Nach ca. 30 Min. Backzeit mit Speckscheiben überlappend belegen und zu Ende garen.

Als Beilage eignen sich Kartoffelspalten mit Rosmarin die man ebenfalls im Ofen mitbacken kann. Dazu einfach Kartoffeln schälen, vierteln mit Paprikapulver, Salz, Rosmarinnadeln und Olivenöl marinieren.

Tipp: Die Kartoffelspalten am Ende nochmals kurz unter der Grillstufe im Backofen kross werden lassen.

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