Die Stadt Heilbronn ist Co-Gastgeber des Landsleutetreffens in Berlin

Heilbronn ist die Hauptstadt des Rotweins

Cornelia Klug aus Heilbronn konzentriert bei der Verkostung.
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Studenten der Dualen Hochschule werben in Berlin für Heilbronn und seine Weine.

Was genau macht eigentlich einen trockenen Wein aus? Zu welchem Gericht passt ein Riesling, und weshalb wird ausgerechnet in Heilbronn so viel Trollinger angebaut? Die Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), die am Donnerstagabend in die Heilbronner Weinvilla gekommen sind, wollen es ganz genau wissen.

Kein Wunder – sie sollen Heilbronn und seine Weine nicht nur selbst kennenlernen, sondern vor allem überregional präsentieren. Die Stadt ist Co-Gastgeber des Landsleutetreffens, das am 26. April in der Baden-Württembergischen Landesvertretung in Berlin stattfindet. „Wein ist das wichtigste Kulturgut der Region“, sagt Steffen Schoch, Geschäftsführer der Heilbronn Marketing GmbH, die die Fahrt nach Berlin organisiert.

Folgerichtig begrüßt Heilbronn seine Gäste unter dem Motto „Gestatten, die Rotweinhauptstadt“. Die angehenden Food-Manager müssen die Besucher also kompetent beraten können. Und Martin Heinrich vom Weingut G.A. Heinrich, einer der Gründerväter der Heilbronner Weinvilla, geht auf Nummer sicher: Jeder der acht Weine, die in Berlin zur Verkostung stehen, werden am Donnerstag probiert und ausführlich erklärt.

Die Studenten erfahren, in welcher Temperatur Wein am besten serviert wird, wie man ihn einschenkt – und dass es kaum noch Vorgaben gibt, was zu welchem Gericht passt. Heinrich: „Zum Glück sind wir alle individuell und bleiben es hoffentlich auch noch lange.“ Sie lernen die ganz großen und ganz kleinen Weingüter der Stadt kennen und wie sie zusammenhängen – oder auch nicht. Heinrich beantwortet geduldig jede Frage: Dass trockener Wein höchstens neun Prozent Restsüße hat. Dass Heilbronn mit seiner südlichen Lage prädestiniert ist für den Rotweinanbau. Dass der mit dem Klimawandel vermutlich sogar immer besser wird. Aber auch, dass der Trollinger ein Imageproblem hat: Mit der „Milch der Schwaben“, warnt er die Studenten, würden sie in vermutlich keinen waschechten Berliner hinter dem Ofen hervorlocken.

Für diese Fälle gibt es da ja auch noch Früh- und Spätburgunder, Lemberger und Gewürztraminer. Aber keiner repräsentiert wie die Region wie der Trollinger: Die südliche Lage prägt nicht nur den Wein. „Wo es Wein gibt, da ist es wärmer, die Menschen sitzen gerne draußen, schätzen gutes Essen“, sagt Schoch. Mediterrane Leichtigkeit am Neckarufer – „das ist einfach ein großes Stück Lebensqualität.“

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