Edward Snowden im Musikvideo

Edward Snowden hat zusammen mit dem französischen Künstler Jean-Michel Jarre ein Musikvideo gemacht. Foto: Screenshot Youtube

Der Whistleblower Edward Snowden hat gemeinsam mit dem französischen Künstler Jean-Michel Jarre ein Musikvideo gemacht. Das Ergebnis: Musik, bunte Bilder – und eine Message.

Meerbusch (dpa-infocom) – Vor drei Jahren hat Edward Snowden seine geleakten Informationen veröffentlicht. Es ging um die Methoden des Geheimdienstes NSA. Der Hype war groß. Doch in letzter Zeit ist es um den im Moskauer Exil lebenden Whistleblower ruhiger geworden.

Vielleicht hat Edward Snowden deshalb zusammen mit dem französischen Künstler Jean-Michel Jarre ein Musikvideo gemacht, das nun im Netz zu sehen ist. Einen Grammy gewinnt der Song wohl eher nicht, dafür ist aber das Musikvideo wirklich sehenswert. Man sieht eine schnelle Abfolge von Abhör- und beklemmenden Belauschungssituationen in Hackeratmosphäre.

Die unterschwellige Botschaft ist klar: Fühlt Euch bloß nicht sicher. Egal wo Ihr lebt, egal was Ihr macht – Ihr werdet immer und überall überwacht und ausgespäht.

Schon seit Wochen war bekannt, dass Jean-Michel Jarre ein Interview mit Edward Snowden geführt hat und an einem gemeinsamen Video arbeitet. In der Mitte des Musikvideos kommt Snowden auch zu Wort. Eher untypisch für ein Musikvideo, das macht "Exit" eher zu einem PR-Video. Und es macht Edward Snowden endgültig zu einem Popstar, schließlich wird er nicht nüchtern und sachlich präsentiert, sondern auch erscheint in ästhetisierten Bildern. Das alles ist wirklich nicht schlecht gemacht – aber eben Popkultur.

Snowdens zentrale Frage lautet: "And if you don’t stand up – who will?". Der Zuschauer soll sich auflehnen gegen die ständige und allumfassende Überwachung. Es geht Edward Snowden um Privatsphäre im Internet und generell, um die Verhinderung eines globalen Überwachungsstaats. Edward Snowden ist also immer noch ein Mahner, auch drei Jahre nach den ersten Enthüllungen. Er wendet heute nur andere Methoden an.

Musikvideo mit Edward Snowden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare