Neue Messenger-App mit künstlicher Intelligenz

Google startet Konkurrenz für WhatsApp

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In der Nacht zu Donnerstag ist der neue Messenger in den App-Stores erhältlich.

Mountain View - Mit Künstlicher Intelligenz will Google unser Leben vereinfachen. Dafür bringt der Konzern eine neue Chat-App für Android und iOS heraus. Für die sogenannten Chatbots sammelt sie fleißig Daten.

Mit Künstlicher Intelligenz will Google in seinem neuen Messenger "Allo" punkten. Die App sollte in der Nacht zu Donnerstag für Android- und iOS-Geräte in Europa verfügbar werden, wie der Konzern in seinem Blog mitteilte.

Damit können die Nutzer nicht nur miteinander chatten, sondern auch sogenannte Chatbots nutzen, die zentraler Bestandteil der App sind. So schlägt "Allo" automatische Antworten vor. Wenn der Chatpartner beispielsweise das Bild des Haustieres schickt, bekommt der Nutzer Antwortvorschläge wie "Oh Süß" oder ein Emoji mit Herzchen in den Augen. Der Bot soll auch lernen, welche Antworten der Nutzer auf bestimmte Nachrichten gibt und sie dementsprechend anbieten.

Der wichtigste Bot ist der Google Assistant. Wer in einen Chat "@google" eintippt, kommuniziert mit diesem Assistenten und kann sich zum Beispiel Restaurants vorschlagen oder Spielzeiten im Kino anzeigen lassen. Auch Nachrichten, den Wetterbericht, Verkehrslagen oder Sportergebnisse soll Google Assistant liefern können. Der Bot funktioniert vorerst nur auf Englisch, soll aber künftig in weiteren Sprachen verfügbar werden.

Algorithmen von Google lesen mit

Für den Assistenten müssen die Chats analysiert werden - die Algorithmen von Google lesen mit. Wie das Technikportal The Verge berichtet, sollen die Nachrichten entgegen vorheriger Ankündigung auf den Servern auch dauerhaft gespeichert werden, bis die Nutzer sie aktiv löschen. Bei der Präsentation der App hieß es noch, die Nachrichten würden nur temporär gesichert. Vor dem Zugriff Dritter sind sie allerdings mit einer Transportverschlüsselung gesichert.

Wer gegenüber Google auf seine Privatsphäre achten will, kann "Allo" im Inkognito-Modus verwenden. Die Nachrichten sind hier Ende-zu-Ende-verschlüsselt, und die Nutzer können ihnen auch ein Verfallsdatum geben - ähnlich wie in "Snapchat". Die Bots dürften in diesem Modus aufgrund der Verschlüsselung jedoch nicht funktionieren.

Mittlerweile zum Standard-Repertoire für Messenger gehören auch Spielereien wie Sticker, Emoji und eine Mal-Funktion, mit der man Bilder bekritzeln kann. Auch das soll in "Allo" verfügbar sein.

Im Play Store sind bereits andere Apps unterwegs, die den Namen "Allo" tragen. Nutzer sollten auf den Namen "Google Allo" achten. Vor dem Release kann man sich im Play Store für die App registrieren - sie sollte dann bei Erscheinen automatisch installiert werden.

dpa

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