Opel Mokka X

Schutzengel & Saubermann

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Toller Naturbursche: Der Opel Mokka X machte in den schottischen Highlands eine gute Figur.

Mehr Spaß, mehr Spannung, mehr Kraft und Komfort: Dafür soll das X beim neuen Opel Mokka stehen. Der überarbeitete SUV will abenteuerlustiger werden und dabei seine gute Figur behalten.

Ab diesem Wochenende gibt es ihn beim Händler (Einstiegspreis: 18 990 Euro). Wir haben den Opel Mokka X vorab in den schottischen Highlands getestet.

Ein Update hätte der Mokka im Grunde nicht gebraucht: 31 000 Exemplare hat Opel vergangenes Jahr verkauft, bereits 21 000 Stück waren es heuer bis Ende August. „Die Erwartungen wurden übererfüllt“, sagt Opel-Vorstandschef Karl-Thomas Neumann bei der Vorstellung in Edinburgh und betont: Sechs von zehn Käufern wechseln nur wegen des Mokka zu Opel. Intern nennt man den SUV deshalb „den Eroberer“.

Hier kann sich der Opel Mokka richtig austoben

Autor Andreas Thieme durfte den neuen Opel Mokka X bereits Probe fahren.

So gesehen passt er gar nicht nach Schottland, denn deren Einwohner wurden bekanntlich von den Engländern ihrer Unabhängigkeit beraubt. Die dramatischen Landschaften passen aber sehr wohl: Dort konnte sich der Mokka X richtig austoben. Schon seine Farben beeindrucken: Das metallische Blau glänzt vor dem wolkenverhangenen Himmel. Von außen erscheint er noch stämmiger als sein Ursprungs-Modell – passend zu den gedrungenen Hügeln der Highlands.

Die überwindet der Mokka X locker aufgrund des neuen Allrad-Antriebs, der das Gesamtgewicht nur um 65 Kilogramm erhöht. Er sorgt aber für noch mehr Traktion und Fahrstabilität, vor allem auf rutschigem Untergrund. Als starker Regen einsetzt, zeigt sich das. Auch außerhalb der Straße bleibt der Mokka X auf Schotterwegen standfest und verteilt die Antriebskräfte so geschickt, dass der Offroad-Ausflug nicht im Kiesbett endet.

So fährt sich der Opel Mokka

Dreckig geht’s zurück auf die Autobahn. Hier zieht der 1,6-Liter-Diesel gut durch – viel besser als erwartet. In 10,3 Sekunden ist der Mokka X bei 100 km/h. Trotzdem bleibt der Motor eher leise. Das macht Spaß. Ebenso der Blick auf die Tankanzeige: Opel gibt den Verbrauch mit fünf Liter an, im Test schluckt der Mokka X zwischen sechs und sieben.

Ein Blick ins Cockpit des neuen Mokka X: Dank Intellilink lässt es sich gut vernetzen.

Keine Panik also. Dafür sorgen auf der Straße auch das ESP Plus sowie im Gelände die Berganfahrhilfe. Wer dennoch in Not gerät, kann auf das Onstar-System setzen: Es ortet automatisch die Unfallstelle und nimmt telefonischen Kontakt auf. „Zu einem echten Menschen“, wie Opel so schön betont. Der Schutzengel berät, wie es weitergeht: Ob ein Arzt kommt soll – oder ob ein Mechaniker helfen kann.

Damit es gar nicht so weit kommt, wurde beim Mokka X viel in die Technik investiert. So sind etwa die LED-Scheinwerfer um 30 Prozent heller und passen das Licht an Geschwindigkeit, Fahrweise und Verkehrssituation an. Den Abstand zum Vordermann misst ein präziser Kollisionswarner.

Opel Mokka X.

Mit dem Intellilink 900 hat Opel das Infotainment vom Astra übernommen. Der Touchscreen ist gut in die Konsole eingepasst und lässt sich intuitiv bedienen. Das System lässt sich problemlos mit Apple Carplay oder Android vernetzen, zudem gibt es einen Internet-Hotspot an Bord. Das ist nicht nur topmodern – sondern funktioniert einwandfrei. Bis zu sieben Geräte lassen sich anschließen.

Insgesamt bietet Opel den neuen Mokka in zwei Diesel- und drei Benziner-Varianten an. Der Preis: für den Diesel rund 25 000 Euro, der Testwagen lag noch darüber. Das X im Namen, kündigte Vorstandschef Neumann an, werden fortan alle SUV und Crossover bei Opel tragen. Es klingt wie ein Versprechen. Der Mokka X hat seines bereits eingelöst.

Andreas Thieme

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