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Kia Niro Hybrid: Der erste Kontakt

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Kia Niro: Das Outfit des Koreaners wirkt robust und zuverlässig.

Die automobile Öko-Offensive aus Fernost setzt sich fort. Im September startet der neue fünftürige Kia Niro mit einem 141 PS starken kombinierten Benzin- und Elektromotorantrieb.

Nach dem Hyundai Ioniq, der ausschließlich mit alternativen Antrieben zu haben ist, erweitert die Schwestermarke Kia ihre Produktpalette erstmals um einen Crossover mit Hy­bridantrieb: Im September startet der neue fünftürige Kia Niro mit einem 141 PS starken kombinierten Benzin- und Elektromotorantrieb. Wie sparsam die Neuheit aus Korea in der Praxis ist, zeigt unser Fahrtest.

Der 4,36 Meter lange Niro soll das Beste aus zwei Welten verbinden: Der Crossover ist eine Mischung aus höher gelegtem SUV und geräumigem Kombi. Das Design ist sportlich-dynamisch.Markant am Kühlergrill die Kia-typische „Tigernase“ mit LED-Tagfahrlichtern. Auffällig am Heck sind die hoch platzierten LED-Rückleuchten, der Dachspoiler sowie der Heckdiffusor in Alu-Optik.

Innen geht es im Kia Niro komfortabel und übersichtlich zu.

Der großzügige Innenraum wirkt aufgeräumt, komfortabel und ist je nach Ausstattungsvariante mit hochwertigen Materialien wie Leder und Klavierlackapplikationen versehen. Der Sitze sind äußerst bequem – optional mit Heizung und Belüftung. Der lange Radstand von 2,70 Meter sorgt auch im Fond für viel Bein- und Kopffreiheit. An Gepäck fasst der Niro 373 bis 1425 Litern ¬ allerdings ist die Ladekante etwas hoch. Am übersichtlichen Cockpit signalisiert uns ein spezielles Rundinstrument, wie verbrauchsgünstig wir mit unserem Kia-Hybrid gerade unterwegs sind und ob die Batterie gerade ge- oder entladen wird.

Der Motor im Kia Niro

Herzstück des neuen Niro ist der Parallel-Hy­brid-Antrieb mit einem 1,6-l-GDI-Benzindirekteinspritzer mit 105 PS und einem 43,5 PS starken Elektromotor. Der wird versorgt von einer 1,56 kWh starken, nur 33 kg schweren Lithium-Ionen-Polymer-Batterie. Die wird während der Fahrt vor allem durch Energierückgewinnung beim Bremsen aufgeladen.

Insgesamt 141 PS sowie ein maximales Drehmoment von 265 Newtonmeter (im ersten Gang) beschleunigen den 1,5-Tonnen-Hybriden aus Korea in 11,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Maximal schafft das Sparmobil 162 km/h. Bei langsamer Fahrt kann der Elektromotor die Arbeit nur wenige Minuten bzw. maximal fünf Kilometer allein verrichten. Dann schaltet sich der Benzinmotor fast lautlos zu und treibt die Vorderräder an. Allrad gibt’s nicht beim Niro.

Unser Autor Uwe Fajga testete den Kia Niro und dessen Hybrid-Antrieb.

Gesteigerten Fahrspaß bietet das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe durch die zwei Fahrmodi Eco und Sport. Bei vorausschauender Fahrweise im Eco-Betrieb im Stadtverkehr weist unser Bordcomputer am Ende einen Sprit-Verbrauch von knapp fünf Litern auf 100 Kilometer aus. Im kombinierten Betrieb – teilweise im Sport-Modus – durch Stadt und über Landstraßen kommen wir hingegen auf sieben Liter. Dabei erweist sich das Fahrwerk des Niro als gutmütig selbst bei größeren Unebenheiten der Fahrbahn: und bissig bei sportlichen Kurvenfahrten.

Bereits in der Basisausstattung Edition7 für 24 990 Euro hat der Niro neben der 7-Jahre-Herstellergarantie einiges zu bieten: Serienmäßig gibt es unter anderem Klimaautomatik, Tempomat, Spurhalteassistent, Bluetooth sowie ein 5-Zoll-Audiosystem.

Ab Mitte 2017 soll es den Niro dann übrigens auch als Plug-in-Hybrid zum Laden an der Steckdose geben …

Uwe Fajga

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