E-Mobilität

In Paris beginnt die Zukunft des Autos

Wird das der nächste Käfer oder Golf? Die Frage dürfte bis zum Ende des Jahrzehnts offen bleiben, denn bis dahin hat VW eine Serienversion der Studie I.D. angekündigt. Foto: Thomas Geiger
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Wird das der nächste Käfer oder Golf? Die Frage dürfte bis zum Ende des Jahrzehnts offen bleiben, denn bis dahin hat VW eine Serienversion der Studie I.D. angekündigt. 
Neugierige Blicke in die Zukunft: Für die Serienvariante des I.D. stellt VW eine Reichweite zwischen 400 und 600 Kilometer in Aussicht. Foto: Thomas Geiger
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Neugierige Blicke in die Zukunft: Für die Serienvariante des I.D. stellt VW eine Reichweite zwischen 400 und 600 Kilometer in Aussicht.
Elektrische Zukunft: Mit der Studie Generation EQ will Mercedes den ersten Schritt zur Gründung einer Familie von mindestens zehn E-Fahrzeugen bis 2025 machen und gleich noch eine eigene Untermarke lancieren. Foto: Thomas Geiger
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Elektrische Zukunft: Mit der Studie Generation EQ will Mercedes den ersten Schritt zur Gründung einer Familie von mindestens zehn E-Fahrzeugen bis 2025 machen und gleich noch eine eigene Untermarke lancieren. 
Kleiner Reichweitenkönig: Neben den wesentlich teureren Modellen von Tesla ist der neue Opel Ampera-e mit über 500 Kilometern Reichweite das Elektroauto in Deutschland, das mit einer Akkuladung am weitesten kommen soll. Foto: Thomas Geiger
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Kleiner Reichweitenkönig: Neben den wesentlich teureren Modellen von Tesla ist der neue Opel Ampera-e mit über 500 Kilometern Reichweite das Elektroauto in Deutschland, das mit einer Akkuladung am weitesten kommen soll. 
Der SUV-Trend geht weiter: In Paris zeigt Audi die zweite Generation des Q5, der ab Anfang 2017 in den Handel kommen soll. Foto: Thomas Geiger
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Der SUV-Trend geht weiter: In Paris zeigt Audi die zweite Generation des Q5, der ab Anfang 2017 in den Handel kommen soll.
Nur Studie oder schon bald Serie? Zur konkreten Zukunft eines X2 hat sich BMW bei der Premiere der Studie in Paris noch nicht geäußert. Foto: Thomas Geiger
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Nur Studie oder schon bald Serie? Zur konkreten Zukunft eines X2 hat sich BMW bei der Premiere der Studie in Paris noch nicht geäußert. 
Neben den E-Autos und den SUV rücken in diesem Jahr in Paris auch wieder Kleinwagen wie der neue rustikale Citroën C3 in den Fokus. Foto: Thomas Geiger
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Neben den E-Autos und den SUV rücken in diesem Jahr in Paris auch wieder Kleinwagen wie der neue rustikale Citroën C3 in den Fokus. 
Zum Themendienst-Bericht von Thomas Geiger vom 29. September 2016: Trend auf dem Pariser Salon: Kleinwagen wie der Nissan Micra, der in fünfter Auflage im März in den Handel kommen soll. Foto: Thomas Geiger
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Trend auf dem Pariser Salon: Kleinwagen wie der Nissan Micra, der in fünfter Auflage im März in den Handel kommen soll.
Noch ein SUV auf dem Pariser Salon: Die fünfte Generation des Discovery kommt in Deutschland im Frühjahr 2017 auf den Markt und soll mindestens 50 500 Euro kosten. Foto: Thomas Geiger
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Noch ein SUV auf dem Pariser Salon: Die fünfte Generation des Discovery kommt in Deutschland im Frühjahr 2017 auf den Markt und soll mindestens 50 500 Euro kosten. 

Die Autohersteller zeigen auf dem Pariser Salon den Weg in eine bessere Zukunft und wollen der intelligenten Elektromobilität doch noch zum Durchbruch verhelfen.

Bis der kommt, geht es weiter wie bisher - mit smarten Kleinwagen sowie SUV, SUV und noch mal SUV.

So engagiert wie nie zuvor setzen die Hersteller in diesem Jahr auf dem Pariser Salon (1. bis 16. Oktober) auf saubere Antriebe und intelligente Mobilitätskonzepte. Sie wollen dafür das Elektroauto aus der Nische holen.

"Die automobile Welt steht am Anfang einer neuen Ära", fasst VW-Chef Mattias Müller die Stimmungslage in Paris zusammen. Und sein Daimler-Kollege Dieter Zetsche pflichtet ihm bei. "Wir legen jetzt den Schalter um", verbreitet er eine Aufbruchstimmung, die ankommt: "Mit Paris gewinnt der Zeitenwechsel in der Autoindustrie Gestalt", kommentiert Automobilwirtschaftler Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen.

Solch große Reden sind nicht neu. Aber dass den Worten jetzt auch Taten folgen, hat es so noch nicht gegeben: Denn Müller und Zetsche lassen beide zwei Autos auf die Bühne rollen, die für diese neue Ära stehen - den VW I.D., der zum Käfer des Elektrozeitalters werden soll, und den Generation EQ, mit dem Mercedes eine Familie von mindestens zehn E-Fahrzeugen bis 2025 und gleich noch eine eigene Marke für Fahrzeuge, Services und Mobilitätsangebote begründet.

Zwar brauchen beide Hersteller noch ein wenig Zeit, bis ihre Visionen Wirklichkeit werden. Doch sie haben die Brückentechnologie bereits auf der Straße: Nicht umsonst schickt Zetsche in Paris die nächste Generation des elektrischen Smart auf die Bühne. Und VW verspricht zum Jahreswechsel einen E-Golf mit 300 Kilometern Reichweite sowie allein im nächsten Jahr im ganzen Konzern 17 neue Plug-in-Hybride, unter denen der Porsche Panamera in Paris den Anfang macht.

Während VW und Mercedes noch von der elektrischen Zukunft reden, hat sie bei anderen Herstellern allerdings schon begonnen. Denn Renault kontert auf die Ankündigungen aus Deutschland mit einem Update für den bereits seit Jahren verkauften Zoe, der nun auf eine elektrische Reichweite von 400 Kilometern kommt. Und bei Opel dreht sich alles um den Ampera-e, der im Mai mit 500 Kilometern einen Reichweitenrekord diesseits der Tesla-Modelle verspricht.

Nicht nur die Reichweiten werden größer, auch die Absatzprognosen bekommen eine neue Dimension: VW-Chef Müller redet über eine Million Elektroautos ab dem Jahr 2025 und Daimler-Chef Zetsche traut den Stromern dann einen Verkaufsanteil von 15 bis 20 Prozent zu.

Das sind imposante Zahlen. Aber selbst wenn es tatsächlich so weit kommt, werden dann noch Millionen konventioneller Autos verkauft. Und wen man so durch die Messehallen geht, werden das wohl vor allem Geländewagen sein. Denn in keinem anderen Segment gibt es so viele Neuheiten wie bei den SUV: Dabei reicht die Palette vom Land Rover Discovery und den neuen Audi Q5 in der Oberliga über Massenmodelle wie den Skoda Kodiaq und das französische Doppel aus Peugeot 3008 und 5008 bis hin zu aufgebockten Kleinwagen wie dem Suzuki Ignis mit Allradantrieb oder dem Opel Karl Rocks, der nur die Offroad-Optik übernimmt. Und selbst wer wie BMW schon fünf Geländewagen im Programm hat, experimentiert in dieser Nische weiter. Nicht umsonst zeigen die Bayern in Paris den X2, der ohne die übliche Überzeichnung einer Designstudie schon in ein, zwei Jahren in Serie gehen könnte.

Neben den SUV und den Stromern sind es in diesem Jahr vor allem die Stadtflitzer, die in Paris um Aufmerksamkeit buhlen. Während sich das Angebot an neuen Sport- und Traumwagen im Wesentlichen auf den Mercedes GT Roadster und eine elektrische GT-Vision von Renault reduziert, feiern die Zwerge an der Seine einen bunte Aufstand: Es gibt einen neuen Citroën C3 mit innovativem Karosseriekonzept, einen ungewöhnlich noblen Kia Rio, einen betont frechen Nissan Micra und eine Liga darüber einen Hyundai i30, der sich mehr denn je mit dem VW Golf anlegen will.

dpa/tmn

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