Heilbronn in Aufbruchstimmung

Das wird aus der Heilbronner Inselspitze

+
Jetzt ist die Diskussion auf der Spitze. Gut für Heilbronn!

Die Diskussionen um die und auf der Inselspitze reißen nicht ab. Und das ist auch gut so!

In Heilbronn ist eine ganze Menge im Fluss: Der Bau an der experimenta ist voll im Gange, die Bundesgartenschau 2019 (Buga) rückt täglich näher, die Entwicklung zur Wissensstadt schreitet voran und dank des Neckarbogens gibt es bald noch mehr Wohnraum in bester Lage und Lebensqualität. Im Fluss befindet sich auch die Inselspitze unter der Friedrich-Ebert-Brücke. Und nach langen Diskussionen ist beschlossen, was aus den Räumen der ehemaligen Galerie Rieker wird. Und schon jetzt ist klar: die Diskussion wird weitergetrieben - und zwar auf die Spitze!

Die Inselspitze wird zum Diskussionsforum

"Ein bloßer Infopoint für die Bundesgartenschau auf der Inselspitze? Das wäre zu langweilig und war auch nie wirklich in der Diskussion", erklärte Buga-Pressesprecherin Suse Bucher-Pinell. Stattdessen soll die Inselspitze ab dem 17. April 2017 die gesamte Aufbruchstimmung in Heilbronn widerspiegeln - mit moderner Multimediatechnologie. Interaktiv. "Jeder kann und soll sich einbringen", sagte Hanspeter Faas.

Der Buga-Geschäftsführer stellte heute zusammen mit Oberbürgermeister Harry Mergel das Projekt "Aufbruch Heilbronn - Knotenpunkt Inselspitze" vor. In den Räumen mit Lounge-Charakter soll die Stadtentwicklung für jeden sichtbar, verständlich - und vor allem diskutiert werden. Dauerausstellungen illustrieren die neuesten räumlichen Entwicklungen in Heilbronn, dazu finden aber auch wechselnde Ausstellungen oder einmalige Kulturveranstaltungen statt: "Vorträge, Lesungen, Vernissagen, vieles ist denkbar", erklärte Faas.

Sowohl Vereinen als auch Interessensgruppen soll die Inselspitze offenstehen. Bucher-Pinell: "Nur Politisches wird außen vor bleiben." An einem dreidimensionalen Stadtmodell soll mit Augmented-Reality und Unterstützung von Tablets mit Fotos und bewegten Bildern über wichtige Entwicklungen an zentralen Heilbronner Plätzen informiert werden. Die Inselspitze soll ein Anlaufpunkt sein, um miteinander ins Gespräch zu kommen und die Entwicklung Heilbronns zu diskutieren. Durchaus auch kritisch. Mergel: "Wir brauchen selbstverständlich Querdenker - und wollen auch die Kreativszene mit einbinden."

Was haltet ihr von den Plänen rund um die Inselspitze?

Seit rund einem Jahr bemüht sich das "Büro kulturelle Weiterentwicklung" um den Heilbronner Kreativnetzwerker Philipp Kionka um eine Nutzung der Inselspitze. Die Gruppe wird die Inselspitze nicht dauerhaft nutzen. Pro Jahr räumt die Buga als Veranstaltungskoordinator dem Kionka-Team aber eine drei mal vierzehntägige Hauptnutzungszeit ein. Somit sollen die Ideen des Kionka-Teams sich in das Gesamtprogramm des "Knotenpunkts Inselspitze" einfügen.

Kionka erklärte auf echo24.de-Nachfrage: "Für die Stadt ist das eine super Entwicklung. Ich bin dem ganzen Projekt gegenüber positiv gestimmt. Allerdings hätte ich mir vonseiten der Buga ein wenig mehr Anerkennung gewünscht, weil wir mit unseren Plänen den Fokus erst auf die Inselspitze gelegt haben. Unsere Veranstaltungen stützen wir nun nicht mehr allein auf die Inselspitze." Das Team ist weiterhin auf der Suche nach Alternativräumen für Lesungen und Vernissagen - auch außerhalb des angebotenen Zeitkorridors.

OB Mergel betont: "Für jeden Heilbronner muss es Pflicht sein die Inselspitze mindestens einmal im Jahr zu besuchen. Schließlich gilt es, gemeinsam die Gestaltung und Zukunft Heilbronns voranzutreiben."

Mehr zum Thema:

Inselspitze: Überraschende Wendung

Inselspitze: Blumen und Bilder im selben Boot

Das sind die Pläne: Reif für die Insel

Daniel Hagmann

Daniel Hagmann

Als Reporter in der Region unterwegs. Hauptinteressen: Kunst, Kultur und Kokolores im echo24-Land. Kolumne: "Nachgehagt".

E-Mail:daniel.hagmann@echo24.de

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare