Weltblutspendetag hofft auf viele Freiwillige

Zum Weltblutspendetag: So einfach ist Helfen!

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Gerhard Kaiser kommt seit 1998 zum Blutspenden in die SLK-Klinik.

Es kann so einfach sein, zu helfen. Und doch haben viele Angst davor - völlig unbegründet.

Zwei blonde Frauen wuseln lachend durchs Zimmer, eine Dame liegt entspannt auf einer Liege, in der Hand einen roten Ball mit Smiley-Gesicht. Neben ihr summt leise ein kleines Gerät. Und aus ihrem Arm ragt eine Nadel. "Ein kleiner Pieks für mich, ein großer Dienst an der Menschheit." So oder so ähnlich denken viele, die sich mehrmals im Jahr dem stellen, wovor es anderen graut: Einer Blutabnahme.

Zum Weltblutspendetag hat echo24.de einen Blick in die Blutbank der SLK-Kliniken geworfen und ist sprachlos: Einfach unglaublich, wie viele Männer und Frauen regelmäßig einen Teil von sich geben. Alleine um ihn anderen zur Verfügung zu stellen. "Man sieht so viele Unfälle, da möchte man doch gerne anderen helfen. Außerdem kann doch jeder selbst in die Situation kommen", sagt der Heilbronner Gerhard Kaiser.

Blutspende-Routine in der SLK-Klinik

Seit 1998 kommt der 63-Jährige regelmäßig in die Klinik Am Gesundbrunnen. Auf Ebene 3 wartet ein Bett auf ihn. Kaiser ist ein "alter Hase". Zum 76. Mal spendet er Blut. Einen halben Liter, wie immer, wie jeder. "Damit bin ich aber noch nicht ganz vorne mit dabei. Mein Arbeitskollege hat zum Beispiel schon 125 Spenden getätigt", berichtet Kaiser.

Doch auch wenn viele Spender über Jahre hinweg ihren Weg in die Blutbank finden, täglich etwa 40 Spenden abgenommen werden - der Bedarf der SLK-Kliniken kann damit noch nicht gedeckt werden. "Wir haben keinen Wasserhahn, den wir aufdrehen können und heraus läuft genug Blut für alle, die es brauchen." Dr. Astrid Stäps, Leiterin der Blutbank Heilbronn, bringt es auf den Punkt: "Blut ist eine endliche Ressource."

Spenden Sie Blut?

Wer spendet, tut etwas sehr Gutes. Das ist klar. So schnell kann jeder von uns auf Spenden angewiesen sein. Knapp vier Liter waren zum Beispiel bei Tina-Susanne Wirth nötig. Bei der Geburt ihrer Tochter gab es Komplikationen. Doch durch die Spenden ging alles gut aus. "Ohne sie hätte meine Tochter heute keine Mutter mehr", sagt die Sinsheimerin und wirbt deshalb sogar auf Plakaten für Spenden.

Trotzdem: Viele haben Angst. Wer lässt sich schon gerne eine Nadel in den Arm schieben? Dabei ist lediglich ein kurzer Stich notwendig. Wer genügend trinkt, hat auch keine Schwierigkeiten mit dem Kreislauf. Dazu ersetzt der Körper das verlorene Blut sehr schnell. Beim Blutspenden ist sowieso immer ein kostenloser Check-Up beim Arzt mit dabei. Und wer jetzt immer noch zweifelt: Blutspenden ist eine gute Ausrede, um anschließend mal richtig schlemmen zu können - schließlich muss man als Spender wieder zu Kräften kommen.

Wer sich jetzt entschlossen hat zu spenden:

Heute hat die Blutbank im Klinikum Am Gesundbrunnen bis 14 Uhr geöffnet. Einfach den roten Pfeilen folgen.

Julia Fischer

Julia Fischer

Lifestyle, Essen und Trinken sind ihre Themen. Auch als Szene-Reporterin und bei lokalen Events mittendrin. Kolumne: "Angerichtet".

E-Mail:julia.fischer@echo24.de

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