Hundesitter, Seelsorger und die Freundlichkeit in Person

Der wahrscheinlich netteste Security-Mann Heilbronns

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Der freundliche Mann vom Sicherheitsdienst: Bruno mit Hund "Baby von Mops".

Jeder kennt ihn und jeder liebt ihn. Aber nur in seiner Uniform - privat wird er oft nicht einmal erkannt.

Zwischen der Bäckerei und dem Schmuckhandel am Kiliansplatz findet man ihn. Er ist stets gut gelaunt, freundlich und hat immer ein offenes Ohr: Bruno, der Security-Mann. Er liebt seinen Job, der niemals langweilig wird.

Bruno: "Ich gebe Auskunft, über alles was ich beantworten kann. Wenn die Menschen ein Geschäft suchen, helfe ich ihnen oft weiter. Es kommen auch Leute zu mir, die Probleme haben und einfach ein Gespräch oder ein offenes Ohr brauchen. Dann bin ich mal eben Seelsorger."

Kennen Sie diesen unglaublich netten Security-Mann?

Bruno ist in Heilbronn bekannt wie ein bunter Hund. Seine Freundin meckert hin und wieder, weil er mit seiner Uniform nicht durch die Stadt laufen kann, ohne alle paar Meter stehen zu bleiben, um sich zu unterhalten.  

"Ich bin schon 67 Jahre alt, aber das Arbeiten macht mir trotzdem noch viel Spaß. Ich übe meinen Beruf mit Herz und Seele aus. Wenn ich Menschen mit ihrem Fahrrad sehe, die eine Tasche dabei haben, sage ich ihnen, dass sie ihre Tasche fest binden müssen. Nicht dass etwas geklaut wird", erklärt Bruno. Manchmal passt er auch auf Hunde der Passanten auf, weil sie ihre Vierbeiner nicht mit in die Geschäfte nehmen dürfen. 

Dabei entspricht der Mann mit dem markanten Schnauzbart so gar nicht dem typischen Security-Muster. Groß, breit gebaut und mit ernstem Blick? Gibt's alles nicht bei Bruno. Er erzählt: "Meine Mutter war Französin und mein Vater Italiener. Von ihnen wurde es mir so beigebracht: Mit den Menschen normal und freundlich umgehen, sich nicht provozieren lassen und auch nicht sofort aggressiv werden."  

Trotzdem darf nicht vergessen werden, dass Bruno Sicherheitsbeauftragter ist. Wenn es zu einem Ernstfall kommen sollte, kann dieser Job sehr gefährlich werden. Bruno hat davor aber keine Angst: "Ich kann zwar Kampfsport, aber wenn ein Täter mit einer Pistole bewaffnet ist und ich eine Kugel abkriege, dann ist das so. Dagegen kann ich nichts tun. Da kann auch die Polizei nichts machen. So etwas kann ganz schnell gehen."

Hoffentlich passiert etwas derartiges aber nie. Denn: Bruno ist, da sind wir uns einig, ein wahrer Held für die Heilbronner!

Von Melanie Schmidt

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