Land unter in Heilbronn

"Mein Bruder wohnt in einem der Krisengebiete"

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In vielen Orten in Baden-Württemberg traten Flüsse und Bäche über die Ufer.

Auch wenn diese Heilbronner nicht direkt von dem Unwetter betroffen waren - fühlen sie trotzdem mit.

Von dem Unwetter in der Region waren viele Menschen betroffen. Egal ob Feuerwehr, Polizei, das Technische Hilfswerk oder die Anwohner, deren Keller mit Wasser vollgelaufen waren. Oder gar Häuser, welche jetzt einsturzgefährdet sind. Was die Heilbronner zu dem Unwetter sagen:

Ivan D'Ostuni,
Heilbronn-Neckargartach:

Ich schaue generell viel italienisches Fernsehen, und es war ja nicht nur bei uns ein Unwetter. Ganz Nordeuropa hat etwas abbekommen. Italien, Mailand und hier bei uns in Öhringen. Heutzutage passiert so ein Temperaturwechsel viel zu schnell. Ich glaube, das liegt auch an der Umweltverschmutzung. Aber wir müssen nun Mal damit leben.

 

Bekir Korkmaz,
Heilbronn-Neckargartach:

In meiner Heimat gab es auch Überschwemmungen, wie hier in Neuenstadt und der Umgebung. Das ist schon schlimm – aber Angst habe ich vor Naturkatastrophen nicht – Ich habe nur Angst vor dem Tod. Ich wohne in Neckargartach und habe von dem Gewitter eigentlich gar nicht viel mitbekommen, weil ich den ganzen Tag im Bett lag.

 

Haben Sie Angst vor weiteren Naturkatastrophen?

Uwe Hörnke,
Neckarsulm:

Das Gewitter und den Regen am Sonntag habe schon mitbekommen. Wie schlimm es aber wirklich war, habe ich dann erst am Montag im Radio gehört. Persönlich war ich nur durch den dadurch entstandenen Stau betroffen. Frühjahrsstürme sind jedes Jahr, nur die Regionen wechseln sich ab. Trotzdem bin ich gespannt, wie die Schäden bewältigt werden.

 

Sebastian Perger,
Heilbronn:

Über Facebook und andere Medien habe ich mitbekommen, dass es in der Region zu heftigen Überschwemmungen und Stürmen kam. Wenn man selbst nicht betroffen ist – macht man sich schon Gedanken, aber eher unterschwellig. Allerdings wohnt mein Bruder in einem der Krisengebiete. Um ihn habe ich mir schon Sorgen gemacht.

 

Jasmin Hartl,
Heilbronn:

Die Wetterkatastrophen kommen jetzt immer mehr – ist ja auch klar, durch die Klimaveränderung. Das Wetter wird bei uns immer schlimmer und woanders irgendwie immer besser. Also wenn ich in solchen Gebieten wohnen würde, würde ich umziehen. Bei Bekannten ist der Keller mit 30 cm Wasser übergelaufen. Da ist alles kaputt.

 

Fidan Islami,
Brackenheim:

Natürlich ist das alles nicht gut! Aber was will man machen – ändern kann man an dieser Situation leider nichts. Durch dieses viele Wasser ist so viel kaputt gegangen. Viele Leute haben jetzt große Probleme. Wenn bei mir im Ort, bei Nachbarn, Freunden oder Bekannten etwas passiert wäre, hätte ich, wo ich kann, geholfen.

Von Melanie Schmidt

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