Verfaulte Lungen und schimmlige Lebern

Umfrage: Das meinen die Heilbronner zu den Schockbildern

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Bald kommen Zigarettenpackungen mit Schockbildern in die Läden.

Nicht mehr lange und die neuen Zigarettenverpackungen - mit Schockbildern versehen - wandern über die Ladentheke.

Eklige und gruselige Bilder von zerstörten, kranken Organen findet man demnächst auf Zigarettenpackungen. Aber: Ob die Schockbilder auf den Zigarettenpäckchen wirklich ihren Sinn erfüllen, wird fleißig diskutiert - auch in Heilbronn:  

Kurt Bartenbach, Heilbronn: 

Ich bin oft auf Reisen - am Montag war ich in Tschechien. Da kaufe ich immer Zigaretten, weil sie dort die Hälfte kosten. Ich habe auch noch keine Schockbilder gesehen. Ich rauche seit 50 Jahren und kenne nicht einen einzigen Arzt. Mein Papa ist 95 Jahre alt und raucht auch schon immer. Lieber sollten sie auf Alkohol Bilder von Betrunkenen machen!

Nour Mubayed, Heilbronn-Kirchhausen: 

Ich rauche selbst nicht und weiß auch nicht, was auf Zigarettenpackungen abgebildet ist. Wahrscheinlich würden solche Schockbilder auf den Päckchen die Leute schon abschrecken. Dass Raucher deshalb aufhören, glaube ich aber trotzdem nicht. Also wenn ich rauchen würde, würde ich wegen solchen Bildern auch nicht aufhören.

Can Kopp, Heilbronn:

Schockbilder auf Zigarettenpackungen würden mich erschrecken, wenn ich nicht rauchen würde. Aber da ich abhängig bin, höre ich - trotz ekeliger Bilder auf der Packung - nicht auf zu rauchen. Aber für junge Leute finde ich es gut - damit sie einfach mal sehen, was passieren kann, wenn sie das Rauchen anfangen. Auf Fastfood, finde ich, gehören auch Schockbilder.

Halten sie die Schockbilder für sinnvoll?

Dennis Schmid, Heilbronn:

Den Leuten, die schon einige Zeit rauchen, machen Schockbilder meiner Meinung nach nichts aus. Eventuell würde es Menschen abschrecken, die anfangen wollen, zu rauchen. Also ich meine, man könnte sich den Aufwand komplett sparen. Ich bin sicher, fast kein Raucher hört auf, nur weil neue Bilder auf den Verpackungen sind.

Konstantin Rebholz, Heilbronn: 

Rauchern sollte bewusst sein, was das Inhalieren mit ihrer Gesundheit macht. Für die, denen das nicht bewusst ist, ist diese Aktion vielleicht hilfreich. Trotzdem denke ich, würde es viel mehr bringen, Jugendliche in der Schule besser aufzuklären. Ein Schulausflug in eine Suchtklinik zum Beispiel, würde mehr abschrecken.

Aufgezeichnet von Melanie Schmidt

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