Viele Menschen sind obdachlos

Umfrage: "Nicht jeder, der bettelt, hat es nötig"

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Symbolbild.

Auf den Straßen, auf Parkbänken, vor Einkaufläden - man sieht immer wieder Bettler. Aber wie sehr stört das die Heilbronner?

In Stuttgart gehen Stadt und Polizei seit einiger Zeit härter gegen aggressives Betteln vor. Zum Teil wird das erbettelte Geld beschlagnahmt. In Heilbronn wird es solche Maßnahmen nicht geben. Was sagen die echo24.de-Leser zum Thema?

Andrea Nied,
Erlenbach:

Nervend finde ich Bettler nicht, man kann sich nicht in die Situation versetzen. Wenn ich einkaufen gehe - den Wagen voll Lebensmittel und da sitzt ein Bettler, habe ich schon ein schlechtes Gewissen. Ich gebe dann auch etwas. Es findet nur kein Ende, was bringen tut das leider auch nicht. Den Menschen muss anders geholfen werden.

Thomas Rieger,
Heilbronn:

Grundsätzlich bin ich gegen Bettler, denn heutzutage muss in Deutschland keiner betteln. Das heißt aber nicht, dass ich nichts gebe. Vor allem wenn ein Hund dabei sitzt, fasst man sich dann doch ein Herz. Trotzdem meine ich, es bringt nichts zu betteln. Sie müssen sich aufraffen. Helfen kann man nur, indem man den Menschen Chance auf Arbeit gibt.

Martina Schepp,
Heilbronn:

Wenn man von Bettlern nicht regelrecht belästigt wird, finde ich das nicht schlimm. Wenn sie höflich fragen und keine Bierflaschen in der Hand haben, bin ich auch bereit etwas zu geben. Man fragt sich schon, wieso die Menschen denn nicht arbeiten gehen. Aber wenn Herbst und Winter kommt, tun sie mir wieder leid - wo gehen sie dann hin?

Fühlen Sie sich von den Bettlern belästigt?

Ersin Kurnaz,
Lauffen:

Jeder der es nötig hat bettelt eben. Wobei ich denke, dass es nicht jeder nötig hat. Mann kann auch arbeiten und sein Geld selbst verdienen. Und wenn sie das nicht machen, müssen sie das selbst wissen. Ich bin auch ein Mensch - ich habe schon auch Mitleid. Aber wenn manche so aggressiv betteln, stört mich das auch.

Serdar Topal,
Heilbronn:

Das ganze nimmt schon manchmal oberhand, also auch grade in Heilbronn merke ich das immer wieder. Aber ich denke, wenn man den Leuten Geld gibt, hilft ihnen das nicht weiter. Deshalb gebe ich auch keins - Essen gebe ich schon. Wenn sie das aber nicht annehmen, heißt das für mich, dass sie auf meine Hilfe nicht angewiesen sind.

Nicolas Resch,
Heilbronn:

Ich wurde auch schon des öfteren in Heilbronn von aggressiven Bettlern belästigt. Da sind dann teilweise Bettler, die noch sehr jung aussehen und es den Anschein macht, als gehe es ihnen super. Und dann bekommt man von ihnen einen Zettel in die Hand gedrückt, auf dem steht: „Ich bin 52 Jahre und habe 13 Kinder“ - das geht gar nicht!

Von Melanie Schmidt

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