Auf dem Heilbronner Kiliansplatz ist eine Menge los

Türkei-Festival: Feiern gegen Vorurteile

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Musikgruppen, Folkloretänzer und tanzende Derwische gestalten das Bühnenprogramm des Türkei-Festivals auf dem Heilbronner Kiliansplatz.

Orientalisches Flair und viele exotische Köstlichkeiten locken Besucher in die Stadt.

Der kleine Ahmet Yusuf bekommt riesige Augen. Ibrahim Gözcü reicht dem dreijährigen Heilbronner eine Riesenportion türkisches Eis. Ist aber nur Spaß. "Show gehört bei uns dazu", sagt Gözcü, bevor er dem Jungen seine echte, normale Eisportion reicht.

Türkisches Eis besteht aus Milch und der Oshide-Pflanze und wird in der Türkei seit 150 Jahren hergestellt. "Es ist das einzige Eis, das mit Messer und Gabel gegessen wird." Aber einfach schlecken geht natürlich. Noch bis Sonntag gibt es diese Spezialität und vieles mehr beim Türkei-Festival auf dem Heilbronner Kiliansplatz.

Zum vierten Mal bereits organisiert der Verein Horizont den dreitägigen Ausflug in eine andere Kultur. "Der Verein wurde 2003 vor allem von Heilbronner Deutschtürken gegründet, die sich überlegten, wie sie besser an der deutschen Kultur teilhaben können", erklärt Sezgin Yavuz.

Die schlüssige Antwort: Kultur und Bildung. Zum Verein gehört das Neckarbildungszentrum, das derzeit Kindern und Jugendlichen von der Grundschule bis zum Abitur hin Nachhilfe gibt. Das Türkeifestival gehört zur Sparte Kultur. "Wir wollen hier eine Möglichkeit schaffen, dass sich die Menschen austauschen, kennenlernen und eventuelle Vorurteile abbauen können." Natürlich steht dabei die türkische Kultur im Vordergrund, es sind aber auch spanische und bosnische Gäste dabei, die das Bühnenprogramm bereichern.

Dort wird drei Tage lang musiziert und getanzt, vor allem die Derwische mit ihrer ausdauernden Kreiselfähigkeit sind ein echter Hingucker. Drumherum stehen orientalisch anmutende Stände, die Lahmacun, Fleischspieße, gebackene Sardellen, aber auch Döner anbieten.

Schaffen die NSU-Kicker den Aufstieg?

Michael Vetter ist jetzt schon begeistert vom Flair auf dem Kiliansplatz, dessentwegen er mit seiner Familie gezielt hergefahren ist. "Das ist eine wirkliche Bereicherung", findet der Weinsberger.

Vanessa Krause und Redouane Taikok sind dagegen ganz zufällig beim Türkei-Festival gelandet. Sie haben es sich im Schatten an einem der vielen niedrigen Tische mit kleinen Hockern gemütlich gemacht. "Es ist schön gemacht und wirklich mal was anderes", sagt Krause.

Von Stefanie Pfäffle

echo24.de Redaktion

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