„Heilbronn bewegt sich“ gilt am verkaufsoffenen Sonntag für Tausende Besucher

Mobil in allen möglichen Facetten

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Auch Geschick war bei "Heilbronn bewegt sich" gefragt.
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Die Besucher in Heilbronn müssen sich selber ordentlich bewegen, um möglichst viel vom Angebot zu sehen.

Zuerst sind Thomas und Karin Hees am Sonntag über den Flohmarkt auf der Heilbronner Theresienwiese gebummelt – ohne Erfolg. Jetzt probieren es die beiden Sinsheimer noch in der Innenstadt. „Vielleicht finden wir ja hier was.“ Diese Überlegung teilen sie mit Tausenden anderen, die es bei strahlendem Sonnenschein zum verkaufsoffenen Sonntag „Heilbronn bewegt sich“ in die Fußgängerzone zieht. Mobilität ist das Thema des Tages – in all seinen Facetten.

Auf dem Marktplatz ist eine große Bühne aufgebaut. Hier präsentieren sich verschiedene Vereine und Gruppen, teilweise auch mit Mitmach-Angeboten. Christina Hanisch aus Abstatt und Constanze Kügler aus Leingarten fallen mit nackter Haut und schillernder Bekleidung auf. Sie gehören zur Tanzschule Hator und machen seit mehr als 13 Jahren Bauchtanz. „Das ist nicht einfach nur Gehüpfe. Viele Tänze haben eine lange Tradition“, erklären sie.

Heilbronn macht mobil

Mit einem Stand vor Ort ist der Verein für Prävention und Rehabilitation Heilbronn, kurz PuR, die im Stadt- und Landkreis unterschiedliche Formen von vom Arzt verordneter Bewegung anbieten. Da gibt es Herzsportgruppen, Wirbelsäulengymnastik und einiges für die Zeit nach der Krebsdiagnose. „Wenn man was nicht findet, kann man gerne bei uns anrufen“, sagt Übungsleiterin Diana Gütersloh. Gleich daneben steht Wolfgang Heiler, Vorsitzender des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Heilbronn. „Auch bei uns geht es ja ständig um Mobilität“, erklärt er. Er und seine Kollegen haben Sehbrillen, die Krankheiten simulieren, aber auch eine Blindenampel aus der Schweiz mitgebracht.

Rita Linsler ist trotz des guten Wetters etwas erbost. „Mein Fahrrad war für 200 Euro bei der Inspektion – und jetzt funktioniert das Rücklicht trotzdem nicht“, erzählt die Böckingerin. Deswegen sind sie und ihr Mann Wilhelm zum kostenlosen Radcheck auf den Marktplatz gefahren, um das Zweirad überprüfen zu lassen. Das Kabel ist ab und wird gleich repariert. Weiter geht’s zum Bummeln. Andere nutzen die Gelegenheit, auf dem großen Testparcours mit einem E-Bike zu fahren, informieren sich über den richtigen Fahrradhelm bei der Polizei oder schauen sich die ausgestellten Autos an. Bei so viel Auswahl muss man selbst mobil bleiben, um alles anschauen zu können – und ganz nebenher auch noch zu shoppen.

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