Flucht auf zwei Rädern vor der Polizei

Halsbrecherische Verfolgungsfahrt durch Heilbronn 

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Symbolbild.

Den heißen Reifen hätte sich ein 18-Jähriger lieber für die Rennstrecke aufheben sollen.

Es gab gute Gründe für die Flucht - allerdings keine legalen. Am Dienstagabend kam es in Heilbronn zu einer filmreifen Flucht mit anschließender Verfolgungsjagd. 

Gegen 19 Uhr fiel einer Zivilstreife auf der B293 bei Leingarten ein Mopedfahrer durch seine verkehrsgefährdende und flotte Fahrweise auf. An der Theresienwiese in Heilbronn fuhr er dann laut Polizei mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch eine Unterführung. 

Die Streife heftete sich an seinen Reifen und gab sich an einer roten Ampel als Polizei zu erkennen. Allerdings nicht mit der erhofften Wirkung: Anstatt abzusteigen, gab der Kradfahrer Gas. Rotlicht - wen interessiert's?

Die Polizisten verfolgten den Rennfahrer in die Theresienstraße, über die Parkplätze, den Gehweg wieder auf die Fahrbahn und in die Badstraße. Dabei gefährdete der Flüchtige mehrere Passanten.

Selbst als es der Streife gelang, ihr Fahrzeug vor das Zweirad zu setzen, versuchte der Biker weiter zu flüchten. Dabei blieb er am Heck des Fahrzeuges hängen und stürzte.

Der 18-jährige Fahrer und seine gleichaltrige Beifahrerin wurden dabei verletzt. Die Frau musste mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden.

Weshalb der junge Mann lieber flüchtete, als anzuhalten, war schnell ermittelt: Er besaß gar keine Fahrerlaubnis für das Zweirad. Der auf seiner Hasardeurs-Fahrt angerichtete Sachschaden beträgt mehr als 3.000 Euro. Die Polizei bittet Zeugen und Verkehrsteilnehmer, die durch den Mopedfahrer gefährdet wurden, sich unter Telefon 07134/5130 zu melden.

echo24.de Redaktion

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