Drohanrufer sind ganz große Idioten

Kommentar: Harte Haftstrafen für den Täter

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Ein Kommentar zu den Bombendrohungen in der Heilbronner City.

Erst die Schlossfestspiele in Ludwigsburg, dann das Volksfest und jetzt auch noch die City von Heilbronn: Telefonische Bombendrohungen scheinen sich derzeit in der Region zu einem echten Trend zu entwickeln.

Mal sind es politische Motive, mal will der Täter wirtschaftlichen Schaden verursachen. Nicht selten fällt in diesem Zusammenhang aber auch die Bezeichnung "schlechter Scherz".

Bilder zur Bombendrohung in Heilbronn

Egal, warum ein solcher Drohanruf abgesetzt wird, die Täter sind ganz große Idioten, die einen viel größeren Schaden anrichten, als sie selbst vermuten.

Sie tragen dazu bei, dass große Teile der Bevölkerung verunsichert sind, Großveranstaltungen unter Besucherrückgang leiden und das Misstrauen unter den Bürgern immer größer wird. Sie greifen die Werte unserer Gesellschaft hart an, dafür müssen sie ebenso hart bestraft werden.

Wie fühlen Sie sich nach den Bombendrohungen?

Für die „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat“ sieht das Strafgesetzbuch Geldstrafen oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vor. Um wirklich eine abschreckende Wirkung zu erzielen, sollte das Strafmaß zukünftig im vollen Umfang ausgereizt werden.

Mit Geldstrafen - auch wenn diese noch so empfindlich sein mögen - dürfen die Täter nicht mehr davonkommen.

Mehr zum Thema:

Mitschnitt der Drohanrufe: Wer erkennt diese Stimme?

Details zu Drohanrufen: Wer hat etwas gesehen?

Polizei sucht Zeugen: Chronologie der Heilbronner Bombendrohungen

Bombendrohungen: Erst Kiliansplatz, dann Hauptbahnhof

Jörg Runde

Jörg Runde

Begeistert von Heilbronn und der Region. Im Sport zu Hause, an 1899 und dem VfB nah dran. Kolumne: "Runde Sache"

E-Mail:joerg.runde@echo24.de

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