Einen Moment lang die Sorgen vergessen · Die Klinikclowns besuchen regelmäßig kranke Kinder

Lachen ist die beste Medizin

Die Klinikclowns (von links): Lotti (Tanja Landes), Paul (Udo Grunwald), Peppi (Natasa Rikanovic) und Minza (Martina Spröhnle) sorgen für gute Laune.Foto: privat

Krank zu sein ist kein Kinderspiel. Daher versuchen Klinikclowns Kindern ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Wenn Klinikclown Paul (Udo Grunwald) seine berühmten Handstände in der Kinderklinik macht, steht mal wieder alles Kopf. Für einen kurzen Moment sind dann all die Sorgen und Schmerzen der kranken Kinder vergessen.

Udo Grunwald besucht einmal die Woche alle Patienten im Alter von einem Jahr bis 18: „Wir gehen von Zimmer zu Zimmer und versuchen die Stimmung aufzuhellen.“

Seit 15 Jahren schon gehen die Clowns in der Heilbronner Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin auf Visite und seit 2012 arbeiten sie unter dem Dach der Stiftung „Große Hilfe für kleine Helden“.

Das komplett improvisierte Programm muss dabei nicht immer laut und bunt sein: „Je nach Diagnose spielen wir Lieder auf unseren Instrumenten, erzählen aufheiternde Geschichten oder halten einfach nur Händchen.“ Besonders dann, wenn die Umstände wenig Anlass zum Lachen geben. In der Kinderklinik liegen Kinder mit „einfachen“ Beinbrüchen und Langzeitpatienten mit schwer oder gar nicht therapierbaren Erkrankungen. Zusammen mit seinen Kolleginnen Lotti (Tanja Landes), Peppi (Natasa Rikanovic) und Minza (Martina Spröhnle) möchte Grunwald eine gesundheitsförderliche Atmosphäre schaffen, in der die Behandlung für die Kinder leichter gemacht und der Heilungsprozess vorangetrieben wird.

Die Klinikclowns sind keine gewöhnlichen Spaßmacher. Sie fragen, ob sie willkommen sind und drängen sich nicht auf. Dabei spielt Einfühlungsvermögen eine große Rolle: „In jedem Zimmer finden wir eine andere Situation vor. Wir versuchen, die Stimmung im Raum zu erfühlen. Vor allem, weil wir nicht immer wissen, welche Krankheit vorliegt.“

Diese Beobachtungsgabe sollte jeder Klinikclown mitbringen: „Wichtig für die Arbeit sind zwar regelmäßige Fortbildungen, aber ein Gespür dafür sollte schon da sein. Das kann man nicht wirklich erlernen.“ Besonders wichtig sei auch Verlässlichkeit: „Wir tragen Verantwortung für die Kinder. Jede Woche wird ihnen ein Wiedersehen versprochen. Dieses Versprechen ist für Langzeitpatienten besonders wichtig.“

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