Die Heilbronnerin verpackt die Schönheit des Augenblicks in Musik

San Beth singt Lieder aus anderen Sphären

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San Beth macht zauberhafte Musik zum Träumen.
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Die Sängerin verschwindet als Person hinter den Klängen. Und diese fließen wie der Neckar - wo sie auf ihre Songideen kommt.

Neben Hektik und Alltagspflichten im Kleinen sowie weltweiten Krisen im Großen fehlt oft der Blick für das Einfache direkt vor der Nase. Und den Zauber, der diesem innewohnt. "Es ist die Schönheit des Augenblicks, die mich inspiriert", sagt Sandra Besara. "Wenn ich am Neckar sitze und das Wasser dahintreibt oder ein Baum einfach dasteht, während die Welt um ihn herum ihren Lauf nimmt, dann ist das alles – nur nicht langweilig. Wer diese Momente auf sich wirken lässt, kommt dem ursprünglichen Sein schon recht nahe." Ebenso wie die Hörer der Musik der 25-Jährigen.

Unter dem Künstlernamen San Bethverwandelt die Heilbronnerin diese Eindrücke in Songs. Lieder wie "Überleben" oder "Das Schöne in mir" sind voller Sprachbilder und leben von der unaufgeregten Akustikgitarren-Melodie sowie der fesselnden Stimme von San Beth. Und das erzeugt eine atmosphärische Tiefe, die man im modernen Bombast-Pop vergeblich sucht. San Beth: "Musik ist für mich ein Zufluchtsort, an dem ich wirklich ich selbst sein kann. Viele meiner Songs entstehen am Neckar."

Zauberklänge ohne Grenzen

Ihre Texte möchte sie für sich sprechen lassen. "Es geht mehr um Sehnsucht und positive Melancholie als um meine Person. Ich finde es spannend, wenn die Leute für sich etwas Schönes aus meiner Musik mitnehmen, auch wenn das vielleicht nicht direkt etwas mit meinen Ideen rund um das Lied zu tun hat." Bei ihrem ersten Auftritt im Heilbronner Red River Ende 2010 sprang der Funke sofort über. "Die Leute hatten Tränen in den Augen. Das war sehr bewegend."

Das ehemalige Soloprojekt ist mittlerweile zu einer Band angewachsen – mit Schlagzeug, Kontrabass, Laute und zweiter Gitarre. Im Studio Kaiser Production von Walter Kaiser in Heilbronn entstand die Fünf-Track-EP "Das Schöne in mir", die im vergangenen Dezember erschienen ist. Zehn weitere Songs sind bereits fertiggestellt. "In der nächsten Zeit wollen wir uns auf Konzerte konzentrieren", sagt Philipp Kionka, der als Netzwerker für Ideen und Kontakte innerhalb des Projekts zuständig ist.

Wichtig bei den Auftritten: Die Orte sollen die Atmosphäre der Musik widerspiegeln und fühlbar machen. Kionka: "Waldlichtungen oder ein Salzbergwerk passen als Rahmen super zur Musik." Oder ein Konzert auf einem Boot am Neckar – mit den Plätzen der Inspiration direkt vor Augen.

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