Interview mit Organisator Melnjak

Weihnachtscircus wird Nervenkitzel pur

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Körperbeherrschung pur! Es wird wieder spannend beim Weihnachtscircus.

Organisator Sascha Melnjak verrät im Interview die Highlights des Weihnachtscircus und wie er mit Kritikern umgeht.

"Hereinspaziert, hereinspaziert! Sehen Sie atemberaubende Trapezkunst und faszinierende Tierdressuren. Erleben Sie, was Sie noch nie gesehen haben." So oder so ähnlich schallt es ab dem 21. Dezember für knapp zwei Wochen über die Heilbronner Theresienwiese. Dann wird der Weihnachtscircus wieder Groß und Klein anlocken und begeistern. Vorab hat Organisator Sascha Melnjak verraten, warum die weltbesten Artisten so gerne in die Käthchenstadt kommen.

echo24.de: Schon zum 18. Mal findet der Weihnachtscircus vom 21.12. bis 08.01. in Heilbronn statt. Was steht in diesem Jahr im Fokus? 

Sascha Melnjak: Wir haben immer ein klassisches Zirkusprogramm aus drei Komponenten. Das heißt, wir verbinden Artistik mit Komik und tierischen Nummern. Die Mischung ist also wie immer. Allerdings sind in diesem Jahr viele junge, sehr charismatische Artisten dabei.

Fotos: Das geht ab beim Weihnachtscircus

Was macht diese Artisten besonders? 

Die Arbeit mit den jungen Künstlern ist super spannend. Sie bringen Frische in das Programm. Da ist zum Beispiel unser Clown: Er stammt aus Venezuela und tritt erstmals überhaupt in Europa auf. Er hat eine ganz eigene Komik. Das wird für die Zuschauer sehr lustig.

Und der Nervenkitzel? 

…kommt garantiert nicht zu kurz. Ein bisschen feuchte Hände wird es schon geben. In diesem Jahr sehen die Zuschauer sehr viel Risiko. Zum Beispiel beim Todessprung am Trapez. Da ist der Name Programm. Sorgen machen muss sich trotzdem niemand, oder? Wir arbeiten natürlich mit den nötigen Sicherheiten. Beim Trapez bauen wir ein Netz auf. Unter dem Hochseil wird eine mit Luft gefüllte Matte liegen. Wir passen also bestmöglich auf. Natürlich gehen die Artisten trotzdem an ihre Grenzen. Es soll spektakulär aussehen. Zum Glück ist in unserer 18-jährigen Laufbahn aber nie etwas passiert. Die Gesundheit unserer Künstler steht an erster Stelle.

Sie haben es wieder einmal geschafft, ein herausragendes Programm auf die Beine zu stellen. Mit welchen Argumenten locken Sie die Artisten in die Käthchenstadt? 

Der Ruf des „deutschen Monte Carlo“ eilt uns inzwischen voraus. Viele Artisten würden gerne einmal bei uns arbeiten. Dadurch wird auch ihr Ruf gefördert. Deshalb bekommen wir unglaublich tolle Angebote und Bewerbungen. Auf der anderen Seite sind wir immer auf der Suche, zum Beispiel auch beim Zirkusfestival in Monte Carlo. Wir bereiten die Programme über Jahre hinweg vor. Aktuell beschäftigen wir uns teilweise sogar schon mit Acts für den Weihnachtszirkus 2019.

Trotz alles Lobs: Gerade wegen der Zirkustiere gibt es immer wieder auch Kritik… 

Es ist letztlich eine sehr kleine Gruppe, die Kritik übt. Oft sind das Tierrechtler mit einer extremen Ideologie. Die wollen auf der anderen Seite auch Blindenhunde verbieten. Wir haben mit einer Unterschriftenaktion im vergangenen Jahr aber bewiesen, dass viele Menschen Tiere im Zirkus sehen möchten und mit den Nummern einverstanden sind. Damals hatten wir mehr als 10.000 Unterstützer. So oder so: Wir legen ein sehr großes Augenmerk auf das Wohl unserer Tiere. Ich selbst würde keine Tiernummern mehr wollen, wenn ich das Gefühl hätte, dass es unseren Tieren schlecht geht. Dafür bin ich viel zu sehr Tierliebhaber. Dazu kommt, dass wir uns auch sehr strengen Kontrollen von außen, zum Beispiel vom Veterinäramt, unterziehen müssen.

Besuchen Sie den 18. Heilbronner Weihnachtscircus?

 

Der Vorverkauf der Karten läuft schon eine Weile. Sind Sie bislang zufrieden?

Auf jeden Fall, wir rechnen in diesem Jahr mit einem neuen Besucherrekord. An einigen Tagen werden die Karten bereits rar und die guten Plätze sind ohnehin immer zügig weg. Unser Publikum besteht zu zwei Dritteln aus Stammgästen. Die wollen dann zum Teil in jedem Jahr auf demselben Platz sitzen und decken sich früh mit Karten ein.

Und was ist mit dem echo-Familientag? 

Der findet natürlich auch in diesem Jahr statt. Direkt zur Eröffnung am 21. Dezember. Der Familientag ist eine beliebte Veranstaltung. Wer die vergünstigten Preise nutzen will, sollte schnell sein. Die Veranstaltung ist meist nach wenigen Tagen ausverkauft.

Zum Abschluss: Warum müssen die Zuschauer unbedingt zum Weihnachtscircus kommen? 

Bei uns macht die Kombination den Reiz aus. Das Programm unterscheidet sich wie immer vom Vorjahr. In diesem Jahr wird der Nervenkitzel ganz groß geschrieben. Dazu kommt die unglaubliche Stimmung unseres Publikums. Unsere Vorstellung wird den Leuten richtig nahegehen. Da bin ich mir sicher - und darauf freuen wir uns.

Karten für den 18. Heilbronner Weihnachtscircus gibt es ab dem 1. November über drei Verkaufswege:

1. An der Zirkus-Hotline unter 0700/598-000-00

2. An allen bekannten Vorverkaufsstellen. Zum Beispiel auch bei uns in der Austraße 50 in Heilbronn.

3. Per Print-@home über die Homepage des Weihnachtscircus.

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Alle Infos: Das müssen Sie zum 18. Heilbronner Weihnachtscircus wissen

Von Clown bis Trapezmeister: Diese Artisten kommen zum Weihnachtscircus

Julia Fischer

Julia Fischer

Lifestyle, Essen und Trinken sind ihre Themen. Auch als Szene-Reporterin und bei lokalen Events mittendrin. Kolumne: "Angerichtet".

E-Mail:julia.fischer@echo24.de

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