TK-Gesundheitsreport

Heilbronner sind häufiger krank

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Symbolbild.

Der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse zeigt: In der Stadt und dem Landkreis gibt es mehr Fehltage.

Die gute Nachricht: Die Baden-Württemberger sind weniger krank. Die schlechte Nachricht: Die Heilbronner fehlen vergleichsweise oft bei der Arbeit. Das geht aus dem Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervor.

Demnach fehlten Erwerbstätige aus der Käthchenstadt etwa 13,26 Tage im Jahr bei der Arbeit. Und damit fast einen halben Tag mehr als der Durchschnitt in BaWü (12,79 Tage). Im Landkreis waren es sogar 13,64 Tage. Auch im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Fehltage noch einmal. In Heilbronn um 0,36, im Landkreis um 0,57 Tage.

Hand auf's Herz: Sind Sie oft krank?

Damit diese Zahlen nicht noch weiter steigen, sollten Firmen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter aktiv stärken, erklärt Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung: "Wir dürfen nicht nur darüber sprechen, was Beschäftigte krank macht, sondern auch darüber, welche Ressourcen wir fördern können, damit sie lange gesund bleiben. Dabei geht es um viel mehr als ergonomische Arbeitsplätze. Es geht um gute Strukturen, darum, die Mitarbeiter einzubeziehen und vor allem um Wertschätzung."

Denn vor allem die psychischen Erkrankungen steigen laut des Gesundheitsreports immer weiter an. Immerhin sind psychische Probleme die dritthäufigste Ursache für Fehlzeiten bei der Arbeit. "Die Digitalisierung hat mittlerweile fast alle Branchen erreicht. Flexible Arbeitszeiten lösen herkömmliche Modelle zunehmend ab. Das eröffnet neue Chancen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, belastet aber auch viele Arbeitnehmer stark."

Durchschnittlich 2,19 Tage in Heilbronn, 2,17 Tage im Landkreis meldeten sich die TK-versicherten Erwerbstätigen wegen psychischer Probleme krank. Häufiger nur wegen einer Erkrankung des Muskel- und Skelett-Systems (3,0 und 2,56 Tage). Und  wegen Krankheiten des Atmungssystems mit 2,34 bzw. 2,28 Tagen. Wobei hierunter auch Erkältungs- und Grippewellen gezählt werden.

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echo24.de Redaktion

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