Soziales Projekt hilft kenianischen Athleten

Das steckt hinter den Halbmarathon-Siegern

Startet für das Projekt Run2gether: Pauline Esikon.

Das Projekt Run2gether unterstützt kenianische Athleten dabei, ihr Leben und das ihrer Familien mit dem Laufsport zu finanzieren.

Sie waren schnell. Sie waren erfolgreich. Philimon Kipkorir Maritim lief beim Trollinger den Halbmarathon in 1:04:16 Stunden - neuer Streckenrekord. Bei den Frauen lief Pauline Esikon in 1:15:19 Stunden die 21 Kilometer. Auch das ist neuer Streckenrekord. Überragend.

War die Dominanz der Kenianer vor einigen Jahren noch ein Mega-Aufreger unter den Teilnehmern, so gibt es jetzt nichts Negatives zu hören. Zu Recht nicht. Holger Braun, Organisator von der Heilbronn Marketing GmbH (HMG), klärt auf: "Jeder, der das Startgeld zahlt, kann hier an treten. Wir kaufen ja niemanden ein. Zudem ist es ja nicht die erste Garde der Kenianer, die hier gelaufen ist. Sie versuchen mit dem gewonnenen Siegprämien auch ihre Familien zu unterstützen." Und dafür sind 350 Euro, die es für den Erfolg im Halbmarathon gibt, nicht viel.

Impressionen vom Trollinger-Marathon

Überhaupt steht hinter den Siegern ein spannendes soziales Projekt. Run2gether wurde 2007 vom österreichischen Turnverein Fürstenfeld und dem kenianischen Verein Bushtrekkers Kenya gegründet. Sie unterstützen die Läufer und arbeiten mit ihnen zusammen. Braun: "Das ist ein wirklich interessantes Projekt. Und wie ich finde auch sehr toll." Ehrenamtliche Mitglieder organisieren für die kenianischen Läufer Starts bei europäischen Laufbewerben. In den Sommermonaten betreuen die kenianischen Läufer wiederum Gäste bei sogenannten Laufwochen.

Solche Trainingseinheiten könnten auch die Teilnehmer beim kommenden 17. Trollinger-Marathon auf die Strapazen vorbereiten. Denn die 16. Ausgabe hatte es in sich. Das war nix für Weicheier. Bei Temperaturen von über 25 Grad quälten sich die Teilnehmer über die Strecke - und waren am Ende super glücklich.

Am Tag nach der Veranstaltung zieht Holger Braun, ein positives Fazit: "Ich bin sehr, sehr zufrieden. Wenn man in die diversen Foren im Internet schaut, sieht man durchweg positive Rückmeldungen der Läufer." Besonders die zahlreichen Zuschauer entlang der Strecke punkteten bei den Teilnehmern.

Wie steht es um ihre läuferischen Qualitäten?

Mit Rasensprenger, Wassereimern und Getränken sorgten sie immer wieder für die nötige Abkühlung. Auch Marathon-Siegerin Veronica Hähnle-Pohl freute sich nach ihrem Erfolg über so viel Unterstützung: "Das war super. Die Leute haben uns toll unterstützt."

 

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Dominik Jahn

Dominik Jahn

Hat immer die regionalen Top-Themen im Visier. Besonders der Sport (NSU, VfB, 1899) ist im Fokus. Kolumne: "Der Bruddler".

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