Angezündeter Stuhl im Keller

Feuer wegen Brandstiftung in Asylbewerberheim

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Symbolbild.

In Heilbronn-Böckingen gerät ein Gebäude in Brand. Der Sachschaden wird auf 15.000 Euro geschätzt.

Heute morgen hat's in einer Heilbronner Asylbewerberunterkunft gebrannt. Nun ist wohl der Grund gefunden: Brandstiftung! Das berichtet die Polizei.

Der Brand wurde in Heilbronn-Böckingen am Dienstagmorgen gegen 8.30 Uhr entdeckt. Die alarmierte Heilbronner Feuerwehr stellte fest, dass im Kellerraum des Gebäudes in der Wilhelm-Leuschner-Straße das Sitzpolster eines Stuhles in Brand geraten war. Der Stuhl war in die Mitte eines Kellerraums gestellt und dann angezündet worden.

Es gab eine starke Rauchentwicklung. Der Qualm wurde durch das Treppenhaus in dem zweistöckigen Gebäude wie in einem Kamin bis hinauf in das Dachgeschoß gesogen, sodass es überall zu Rußablagerungen kam.

Elf der Bewohner, darunter sieben Asylbewerber, mussten das Haus für rund zwei Stunden verlassen. Die Wilhelm-Leuschner Straße war einige Zeit voll gesperrt. Nachdem das Gebäude durch den Arbeitsschutzbeauftragten der Stadt Heilbronn auf die Luftbelastung überprüft worden war, durften die Bewohner in ihre Zimmer zurückkehren. Die ebenfalls angerückten Rettungssanitäter und ein Notarzt mussten nicht einschreiten, da niemand verletzt wurde.

Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf insgesamt rund 15.000 Euro geschätzt. Wer den Stuhl in Brand setzte, ist völlig unklar. Hinweise auf eine fremdenfeindliche Tat haben sich bei den ersten Ermittlungen nicht ergeben.

echo24.de Redaktion

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