Kolumne: "Vashionessa"

Zehn Gründe, warum uns Männer auf den Keks gehen

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"Nie hörst du mir zu!" - das ist eines der vielen Probleme, die Frauen und Männer haben.

Alltagslappalien oder Daueraufreger? Männer-Macken können richtige Beziehungskiller sein. Hier sind zehn davon.

Klare Sache: Der Emoji mit den rollenden Augen wurde ganz klar für die Frauenfraktion erfunden. Und der kommt nicht selten zum Einsatz, wenn in Whats-App-Gruppen mal wieder kräftig über Männer abgelästert wird. Aber was ist es eigentlich, was uns an den Herren der Schöpfung aufregt? Hier sind zehn Männer-Macken, die uns Frauen so richtig auf die Nerven gehen:

1. Wäsche richtig trennen: Liegt es an der Farbenblindheit der Männer oder einfach an ihrer Faulheit, dass sie Wäsche grundsätzlich nicht nach Farben sortieren? Da wird willkürlich die blaue Jeans mit roter Unterwäsche zusammengewürfelt - nach dem Motto "Hauptsache sauber". Das Ende des Lieds: Wäsche verfärbt. Saubere Sache. Nicht.

2. Popeln: Warum tun sie das? Ganz ungeniert wandert der Finger langsam in den Zinken und versucht, alles rauszuholen, was geht. Dabei stört es dann Männchen kaum, dass er dabei beobachtet werden könnte. Noch widerlicher wird es, wenn die Errungenschaft anschließend gegessen wird. Pfui Teufel! 

3. Zuhören: Dieses Beziehungsproblem ist vermutlich das weit verbreitetste. Dass Männer nicht zuhören können, ist übrigens ein Vorurteil, das schlichtweg nicht stimmt. Denn aufmerksam sind sie: in der Männerunde beim Stammtisch zum Beispiel. Oder beim Fußball glotzen. Fakt ist: Sie lauschen uns Frauen einfach nicht zu. Weil sie sich schlichtweg nicht für unsere Themen interessieren.

4. Lästern: Mein Freund - mein Lästerbuddy in Crime? Nope! Schön wär's. Wäre es nicht viel schöner, wenn der Freund auf Lästerattacken mal mit einsteigen würde? Auf "Oh man, hast du den Po von der Tussi gesehen?" wollen wir kein "Kann sein" hören. Sondern ein: "Ohhh, mein Gott?! Dass sowas rumlaufen darf?! Kann der mal jemand ein Weight Watchers Kochbuch schenken? Geht gaaar nicht." Jawoll. Damit wären wir zufrieden.

5. Spülmaschine einräumen: Für dieses Phänomen sollten an der Volkshochschule Kurse angeboten werden. In "Wie räume ich die Spülmaschine möglichst Platz sparend ein?" wird dann die Kunst des Tetris-Einräumens gelehrt. Das wäre doch was, oder?

Sind Frauen genauso schlimm?

6. Dinge richtig zumachen: Wieso lassen Männer eigentlich immer Schränke oder Schubladen offen? Oder drehen den Schraubverschluss von Flaschen nie richtig zu? Dadurch wird das Haus nämlich zur größten Gefahrenzone. Die Folgen: gegen offene Schranktüren laufen und die Kirschsaftschorle über den kompletten Wohnzimmerteppich leeren. Macht doch einfach mal Dinge zu Ende!

7. Stundenlang auf dem Klo verbringen: Habt ihr euch auch mal gefragt, was genau Männer auf der Toilette tun, wenn sie ihr Geschäft verrichten? Ja, ich weiß, das will man eigentlich gar nicht so genau wissen. Und trotzdem: Was machen sie zehn Stunden lang auf der Schüssel? Meditieren sie auf dem stillen Örtchen oder flüchten sie einfach nur vor uns Frauen? Und fühlen sie sich wirklich in ihrem Gestank wohl? Oder warum stehen Männer auf Klo-Lektüre?

8. Leiden, wenn sie krank sind: Wenn das Näschen juckt, liebe Frauen, wisst ihr was zu tun ist: Alarmstufe rot ist angesagt. Sobald nämlich zum Schnupfen noch erste Halsschmerzen beim wehleidigen Gatten dazu kommen, geht's los: die Beerdigung wird vorzeitig organisiert. Wir werden von einer Notfall-Apotheke zur nächsten gescheucht, um die härtesten Medikamente zu besorgen. Und: Gejammer über Gejammer. Vom tapferen Helden des Alltags keine Spur mehr.

9. Miese Beifahrer: Männer und Frauen in einem Auto? Das geht nicht gut. Zumindest nicht, wenn Frau am Steuer und Mann der Beifahrer ist. In dieser Situation wäre manchmal ein Bullshit-Bingo angebracht. Diese Sätze kommen euch sicher bekannt vor: "Achtung, die Ampel ist rooot!", "Leg' doch mal 'nen Gang zu", "Da kommst du vorbei. Dazwischen passt ein Elefant.", "Fahr zu", "Mit dir fahre ich nicht mehr."

10. SchlechterFilm-Geschmack: Zombies. Endzeit. Und Superhelden. Der schlechte Film-Geschmack der Männer ist nur noch von Thomas Gottschalks Kleidergeschmack zu übertreffen. Warum können Männer nicht begeisterte Shopping-Queen-Gucker sein?

Aus Männern werden wir wohl nie schlau. Sie sind ein unergründliches Phänomen, das uns oft die letzten Nerven raubt. Dennoch: Ohne sie wäre unser Leben nur halb so unterhaltsam. Ohne das starke Geschlecht hätten wir sonst keine Gelegenheit, den Emoji mit den rollenden Augen zu verwenden. Ohne Männer wären Mädelsabende von peinlicher Stille überschattet. Und eigentlich seid ihr ja doch ganz nett.

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Vanessa Sica

Vanessa Sica

Mode- und Lifestyle-Expertin. Für Recherchen von regionalen Themen und als Szene-Reporterin immer unterwegs. Kolumne: "Vashionessa".

E-Mail:vanessa.sica@echo24.de

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